Vogelsang-Warsin


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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Vogelsang-Warsin
53.72333333333314.1633333333337Koordinaten: 53° 43′ N, 14° 10′ O{{#coordinates:53,723333333333|14,163333333333|primary
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Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Am Stettiner Haff
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 63,2 km²
Einwohner: 357 (31. Dez. 2014)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-MV">Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).</ref>
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17375
Vorwahl: 039773
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 139
Adresse der Amtsverwaltung: Hans-Fischer-Straße 21
17367 Eggesin
Webpräsenz: amt-am-stettiner-haff.de
Bürgermeister: Ingo Grönow
Lage der Gemeinde Vogelsang-Warsin im Landkreis Vorpommern-Greifswald

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Vogelsang-Warsin (bis zum 9. Dezember 1995 nur Vogelsang) ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald im äußersten Osten Mecklenburg-Vorpommerns (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Am Stettiner Haff mit Sitz in Eggesin verwaltet.

Geografie

Die Doppelgemeinde liegt im nördlichen Teil der Ueckermünder Heide, einem ausgedehnten flachen Waldgebiet. Das Westufer des Neuwarper Sees an der Grenze zu Polen ist etwa vier Kilometer von Vogelsang-Warsin entfernt. Warsin, der kleinere der beiden Ortsteile, liegt knapp einen Kilometer nordöstlich von Vogelsang am von Schilf umgebenen Südufer des Stettiner Haffs. Die nächstgelegene Stadt Ueckermünde ist sieben Kilometer entfernt.

Geschichte

Datei:Schloss Vogelsang Sammlung Duncker.jpg
Schloss Vogelsang, um 1857 bis 1883, Urheber: G. Reubke / Sammlung: Alexander Duncker

1324 tauchen die ursprünglich slawischen Ortsgründungen Warsin und Vogelsang in einer Teilungsurkunde zwischen den Geschlechtern von Muckerwitz und von Bröcker auf. Nach Aussterben der Muckerwitzer 1575 fiel ein Teil des Gutes Vogelsang an das Amt Ueckermünde.
Die von Broecker hielten bis zum 17. Jahrhundert den Rest. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ auch in den Dörfern Vogelsang und Warsin eine Spur der Verwüstung. Nach 90 Jahren teilweise in schwedischem Besitz, z.B. Familie von Lilljenström und von Wadenstein, wechselte Vogelsang 1723 als Lehen Friedrichs II. an Bernd Friedrich von Enckevort. Die Enckevorts errichteten 1828 die heute unter Denkmalschutz stehende Erbbegräbnis. Eduard Friedrich von Enckevort ließ 1847 das Gutshaus (Schloss) in klassisistischem Stil mit neogotischen Elementen nach Plänen des Berliner Architekten Eduard Knoblauch (1801–1865), einem Schüler Schinkels erbauen. Die Enckevorts blieben die Gutsherren bis 1914, der Gutsherr fiel im Ersten Weltkrieg und die Familie musste das Gut aufgeben. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gutshaus Landschulheim und 1934 ließ Gauleiter Schwede-Coburg ein Schulungslager für Beamte unter seinem Namen einrichten. Nach einem Brand 1936 wurde das Haus vereinfacht wieder aufgebaut. Die neogotischen Elemente (Zinnenbekrönung) wurde beseitigt, das Herrenhaus erhielt ein schlichtes Aussehen.<ref>Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 206, ISBN 3-88042-636-8.</ref>

In Vogelsang und Warsin lebten hauptsächlich Bauern, in Warsin spielte auch die Fischerei eine Rolle. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts waren in Vogelsang zwei Handelsschiffe beheimatet.<ref> E. Wendt & Co. (Hrsg.): Übersicht der Preußischen Handelsmarine. Stettin Januar 1848, S. 29 (online, abgerufen am 4. Juni 2015).</ref> Ende des 19. Jahrhunderts entstanden neben kleinen Handwerksbetrieben auch eine Ziegelei. Durch die Lage am Stettiner Haff sieht man in der Gemeinde weiteres touristisches Potenzial.

Politik

Wappen

Das Wappen wurde am 7. Juni 2001 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 244 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Grün auf einem blauen Wellenschildfuß, dieser mit zwei silbernen Wellenbalken belegt, eine silberne Feldsteinmauer, in der Mitte unterbrochen von einem silbernen zweigeschossigen Turm mit betagleuchtetem Tor, an den Seiten mit Zierbändern, mit einem schwarzen Dach sowie mit einer ebensolchen Spitzhaube auf dem schlanken Turmaufbau des Daches versehen, den Turm beseitet rechts ein silbernes Eichenblatt und links eine silberne Getreideähre.“

Das Wappen wurde von dem Sagarder Gerhard Koggelmann gestaltet.

Flagge

Die Flagge der Gemeinde zeigt in drei gleich breiten Längsstreifen die Farben Grün-Silber (Weiß)-Blau. In der Mitte des Flaggentuchs befindet sich das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Flaggenhöhe einnimmt, wobei der obere und untere Teil des Wappens, der in die grüne und blaue Stoffbahn hineinragt, von einem weißen Stabbord umgeben ist. Höhe und Länge des Flaggentuchs verhalten sich zueinander wie 3:5.

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss mit gut erhaltenem Park (bis 1993 Kinderheim, bis 2007 leerstehend, seit kurzem in der Erschließung als Wohneigentum)
  • Erbgrabstätte der Adelsfamilie von Enckevort; der zugehörige Torturm wurde in das Gemeindewappen aufgenommen
  • Alte Schmiede

Verkehrsanbindung

Von der Bundesstraße 109 erreicht man die Gemeinde über Ueckermünde. Weitere Landstraßen führen von Vogelsang-Warsin nach Altwarp sowie nach Süden über Hintersee in die etwa 32 Kilometer entfernte Gemeinde Löcknitz an der B 104. In der nahegelegenen Stadt Ueckermünde besteht Bahnanschluss.

Datei:Warsin aus der Luft.jpg
Luftbild Ortsteil Warsin (Blickrichtung Norden)

Söhne und Töchter des Ortes

Weblinks

Commons Commons: Vogelsang-Warsin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />