Vestisches Museum
Das Vestische Museum war ein Museum der Stadt Recklinghausen.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Das Vestische Museum ging auf die heimatkundliche Sammlung des 1890 gegründeten Orts- und Heimatvereins Recklinghausen zurück.<ref>Adolf Dorider: Geschichte der Stadt Recklinghausen in der neueren Jahrhunderten (1577–1933). Vestisches Archiv, Recklinghausen 1955.</ref> 1922 wurde aus der Sammlung des Vereins ein öffentliches Museum, das von allen Gemeinden des Vestes Recklinghausen getragen wurde. Seit 1927 war es in der einstigen Turmschule gegenüber der St. Peter untergebracht, die heute das Ikonen-Museum Recklinghausen beherbergt.<ref>Anneliese Schröder (Hg.): 90 Jahre Vestisches Museum. Recklinghausen 1980, S. 3 <nicht paginiert>.</ref> Bereits 1935 waren die Bestände so gewachsen, dass das Museum 1935 in Räumlichkeiten des Gymnasium Petrinum umzog. 1937 verlor das Vestische Museum die besten Werke seiner Abteilung zeitgenössischer Kunst, als 37 Gemälde und Graphiken u.a. von Peter August Böckstiegel, Käthe Kollwitz, Wilhelm Morgner, Otto Pankok, Christian Rohlfs, Max Schulze-Sölde und Maurice de Vlaminck als „entartete Kunst“ ausgesondert wurden.<ref name="Anneliese Schröder">Anneliese Schröder (Hg.): 90 Jahre Vestisches Museum. Recklinghausen 1980, S. 4 <nicht paginiert>.</ref> Seit 1939 leitete Franz Große-Perdekamp das Vestische Museum.<ref name="Anneliese Schröder" /> Bei einem Bombenangriff am 6. November 1944 wurde der größte Teil der Ausstellung und des Depots vernichtet.<ref name="Anneliese Schröder" />
Nach Kriegsende sammelte Franz Große-Perdekamp das gerettete Museumsgut und zeigte eine Auswahl in einzelnen Ausstellungen. Von 1954 bis 1980 leitete Thomas Grochowiak das Vestische Museum. Er baute eine einzigartige Sammlung naiver Kunst auf.<ref name="Anneliese Schröder" />
1988 zog das Museum in ein ehemaliges Verwaltungsgebäude an der Hohenzollernstraße 12 ein. Auf knapp 1000 m² Ausstellungsfläche zeigte es christliche Kunst aus dem Vest Recklinghausen, Ausschnitte aus der Stadt- und Landesgeschichte, die Alltagskultur der Bergmannsfamilien und vor allem die Sammlung naiver Kunst, die durch eine Schenkung von Marianne Kühn im Jahre 2003 wesentlich erweitert werden konnte.<ref>Günther Ott: Brücken gespannt. 25 Jahre Galerie Naive Kunst. In: Preußische Allgemeine Zeitung, 12. Februar 2005, abgerufen am 23. Juni 2015.</ref>
In den letzten Jahren seines Bestehens ließ der Besucherzuspruch, von Schulklassen abgesehen, immer weiter nach. Im Jahre 2010 schloss die Stadt Recklinghausen das Vestische Museum. Die bedeutende Sammlung naiver Kunst ist der Öffentlichkeit seither nicht zugänglich. Eine neugestaltete stadtgeschichtlichen Ausstellung zeigt das Institut für Stadtgeschichte / Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen, das im selben Gebäude wie das einstige Vestische Museum untergebracht ist.<ref>Institut für Stadtgeschichte/Stadt- und Vestisches Archiv, abgerufen am 23. Juni 2015.</ref>
Literatur
- Anneliese Schröder (Hg.): 90 Jahre Vestisches Museum. Bongers, Recklinghausen 1980 (Katalog zur Ausstellung in der Städtischen Kunsthalle Recklinghausen, 23. November 1980 – 25. Januar 1981).
- Jürgen Schwalm: Vom Altväter-Hausrat zur zeitgenössischen Kunst. Die Geschichte des Vestischen Museums 1890–1950. In: Vestischer Kalender, Jg. 74 (2003), S. 86–92.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm
Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | 27. Eisen & Stahl | 28. Wasser | 29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers | 30. Gelsenkirchen | per Rad
Deutsches Bergbau-Museum 9px 9px | Bergschule TFH Georg Agricola | Bundesknappschaft | Bergmannsheil | Tippelsberg | Zeche Julius Philipp – Medizinhistorische Sammlung im Malakowturm | Zeche Brockhauser Tiefbau | Zeche Friedlicher Nachbar | Zeche Alte Haase | Zeche Nachtigall 9px | Kokerei Neu-Iserlohn | Zeche Robert Müser, Schacht Arnold | Zeche Lothringen | Zeche Zollern 9px | Kolonie Landwehr | Kokerei Hansa | Zeche Westhausen | Zeche Adolf von Hansemann | Zeche Minister Stein / Neue Evinger Mitte | Alte Kolonie Eving 9px mit Wohlfahrtsgebäude | Landesoberbergamt Dortmund | Bergbaugedenkstätten auf dem Ostfriedhof | Zeche Gneisenau | Müsersiedlung der Zeche Gneisenau | Zeche Monopol, Schacht Grillo | Zeche Königsborn 3/4 | Maximilianpark | Zeche Westfalen | Zeche Sachsen – Öko-Zentrum NRW | Zeche Radbod | Gedenkstätte Zeche Radbod | Kissinger Höhe 9px | Bergwerk Ost, Schächte Heinrich Robert | Schacht Lerche | Zeche Werne | Bergwerk Monopol, Schacht Grimberg 1/2 | Halde Großes Holz 9px | Zeche Haus Aden | Siedlung Ziethenstraße 9px | Zeche Minister Achenbach, Schacht 4 – LÜNTEC-Tower | Bergarbeiter-Wohnmuseum | Zeche Waltrop | Hammerkopfturm Zeche Erin 3 | Halde Schwerin 9px | Zeche Erin 7 | Zeche Ewald Fortsetzung | Vestisches Museum | Zeche Recklinghausen II | Dreieck-Siedlung Hochlarmark | Landschaftspark Hoheward mit den Halden Hoheward/Hoppenbruch 9px | Zeche Ewald 1/2/7 | Zeche Schlägel & Eisen 3/4/7 | Zeche Schlägel & Eisen 5/6 | Bergwerk Auguste Victoria, Schacht 1/2 | Bergwerk Auguste Victoria, Schacht 3/7 | Bergwerk Fürst Leopold | Siedlung Fürst Leopold | Maschinenhalle Zeche Zweckel | RBH Logistics | Halde Haniel 9px | Zeche Arenberg-Fortsetzung | Tetraeder 9px | Zeche Prosper II | Kokerei Prosper | Gartenstadt Welheim 9px | Mottbruchhalde – „Halde im Wandel“ | Zeche Hugo | Siedlung Schüngelberg 9px | Halde Rungenberg 9px | Zeche Bergmannsglück | Bergwerk Westerholt | Nordsternpark 9px | Schacht Oberschuir | Zeche Consolidation 3/4/9 | Zeche Graf Bismarck 1/4 | Kokerei Alma | Siedlung Flöz Dickebank 9px | Wissenschaftspark Rheinelbe | Halde Rheinelbe 9px | Zeche Holland 1/2 | Zeche Holland 3/4/6 | Zeche Unser Fritz 1/4 | Heimat- und Naturkunde-Museum Wanne-Eickel | Zeche Pluto-Wilhelm | Zeche Hannover I/II/V | Siedlung Dahlhauser Heide 9px | Zeche Vereinigte Carolinenglück 2/3 | Flottmann-Hallen | Kunstwald Zeche Teutoburgia | Siedlung Teutoburgia 9px
Koordinaten: 51° 36′ 33″ N, 7° 11′ 46″ O{{#coordinates:51,609277777778|7,1961666666667|primary
|dim= |globe= |name= |region=DE-NW |type=landmark }}