Amberg
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Amberg ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Oberpfalz in Ostbayern und Kreisstadt des Landkreises Amberg-Sulzbach.
Sie gehört zum Verbund „Bayerische Eisenstraße“, die zwischen Pegnitz und Regensburg historische Industrie- und Kulturdenkmäler verbindet.
Geografie
Die historische Stadt Amberg, die zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Europas zählt, liegt rund 60 Kilometer östlich von Nürnberg an der Vils und ist gemeinsam mit Weiden Sitz der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg – Weiden. Amberg ist das Oberzentrum in der mittleren Oberpfalz und gehört zur Metropolregion Nürnberg.
Stadtgliederung
Zu Amberg gehören 24 Stadtteile:
Geschichte
Amberg wurde 1034 als Ammenberg zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Im Mittelalter war es ein bedeutender Umschlagplatz für Eisen und Eisenerz. Die Oberpfalz gilt als das Ruhrgebiet des Mittelalters. Im Amberger Land wurde Eisenerz abgebaut und verhüttet, Eisen wurde über die Vils nach Regensburg verschifft. Auf der Rückfahrt – die Schiffe wurden von Pferden flussaufwärts getreidelt – war Salz geladen.
An den Salzhandel erinnern Straßennamen wie Salzstadelplatz, Salzgasse, Hallplatz.
Ab 1269 kam es unter die Herrschaft der Wittelsbacher und wurde nach 1329 Hauptstadt der Oberen Pfalz, die zusammen mit der Unteren Pfalz (Hauptstadt Heidelberg) von der pfälzischen Linie der Wittelsbacher regiert wurde. Von 1294 ist das erste Stadtrecht bekannt.<ref>Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 32–42.</ref>
Kurze Zeit (1410–1415) war Amberg der Sitz eines romtreuen Bischofs, Hermann von Hessen, den Papst Gregor XII. für das Bistum Regensburg eingesetzt hatte. Der damalige Regensburger Oberhirte, Bischof Albert III., hielt nämlich – wie die meisten deutschen Bischöfe – den durch das Konzil von Pisa gewählten Papst Alexander V. bzw. seinen 1409 gewählten Nachfolger Johannes XXIII. für das rechtmäßige Oberhaupt der Kirche.<ref>Vgl. Bauerreis: Kirchengeschichte Bayerns. Band V.</ref>
1474 fand in Amberg, begleitet von glanzvollen Feierlichkeiten, die „Amberger Hochzeit“ zwischen Philipp, dem Sohn des pfälzischen Kurfürsten Ludwig IV., und Margarete, der Tochter des Herzogs Ludwig IX. von Bayern-Landshut, statt. Dieses Ereignis fand reichsweite Beachtung und ist, was Aufwand, Festivitäten und Teilnehmerzahl betrifft, mit der ein Jahr später stattfindenden Landshuter Hochzeit durchaus vergleichbar.
Seit dem Hausvertrag von Pavia 1329 stand Amberg unter kurpfälzischer Hoheit. Von 1595 bis 1620 wurde die Oberpfalz durch den pfälzischen Statthalter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg regiert, der seinen Amtssitz in Amberg hatte. Die Amberger Zinnblechhandelsgesellschaft existierte von 1533 bis 1631
Während des Dreißigjährigen Kriegs fiel Amberg 1620 an Bayern und wurde mit der Oberpfalz wieder katholisch, nachdem der pfälzische Kurfürst und böhmische König Friedrich V. von der Pfalz 1620 in der Schlacht am Weißen Berg den mit Maximilian von Bayern verbündeten Habsburgern unterlegen war. In der Folge flohen viele Protestanten in die freien Reichsstädte Nürnberg und Regensburg.
Amberg, durch Eisenerzbergbau reich geworden, leistete sich eine gigantische Stadtbefestigung. Sie muss in der damaligen Zeit so furchteinflößend gewesen sein, dass sie bis 1703 (im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Amberg nach mehrwöchiger Belagerung durch kaiserliche Truppen besetzt) nie ernsthaft belagert wurde. Über 100 Türme und mehrere Kilometer zweireihige Stadtmauern beschützten die Amberger. Die ganze Stadt wurde durch den stets gefüllten und aufgestauten Stadtgraben zu einer Wasserfestung.
Der Bürgermeister Michael Schwaiger schrieb in seiner Chronica Amberg 1564: „München seyn die schönst, Leipzig die reichist, Amberg die festeste Fürstenstatt“.
Am 24. August 1796 wurde die Stadt einer der Mittelpunkte der Koalitionskriege, die Schlacht bei Amberg ging in die Geschichtsbücher ein. Erzherzog Karl von Österreich besiegte das französische Heer unter General Jean-Baptiste Jourdan.
1810 wurde der Regierungssitz der Oberpfalz von Amberg nach Regensburg verlegt.
In der Zeit des Nationalsozialismus stellte sich die Stadt Amberg gegenüber der Situation im gesamten Land nicht als Ausnahme dar. Da die Mehrheit der Bevölkerung aus praktizierenden Katholiken bestand und die katholische Kirche den nationalsozialistischen Machthabern teilweise mit Misstrauen begegnete, erzielte die NSDAP bis 1933 in Amberg zugunsten der kirchennahen BVP geringere Wahlerfolge als im Landesdurchschnitt; nach der Machtübernahme 1933 erzielten die Nationalsozialisten bei Abstimmungen allerdings jeweils vorhersehbare Zustimmungsquoten in Höhe von 90 %. Gegen kirchenfeindliche Aktionen der Nazis regte sich der Widerstand der Amberger Bürger, etwa 1941 bei einer Protestdemonstration von ca. 500 Personen gegen den „Kruzifixerlass“ des Kultusministers, durch den die Kruzifixe aus den Schulen entfernt werden sollten. Andererseits wurden die Maßnahmen des Regimes gegen die Bevölkerungsgruppe, die am meisten unter Verfolgung zu leiden hatte, nämlich die Juden, vom Großteil der christlichen Einwohnerschaft ohne jeglichen Protest hingenommen. 1933 lebten in Amberg noch 64 Juden. Diese kleine jüdische Gemeinde, nur 0,2 % der Bevölkerung, war bis zum Mai 1943 vollständig zerschlagen worden: siebzehn Amberger Juden wanderten aus, dreiundzwanzig verzogen in andere deutsche Städte, elf starben in Amberg. Die übrigen dreizehn wurden in die Ghettos Theresienstadt und Piaski bei Lublin deportiert. Am 21. März 2012 wurden 15 Stolpersteine zur Erinnerung an die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten Amberger Juden verlegt.<ref>.</ref>
Wahlbeteiligung: 46,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
+0,4
-1,9
+0,5
-1,3
-1,2
+4,1
-0,5
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
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Stadtrat
Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Amberg. Über die Vergabe der 40 Sitze entscheiden die Bürger alle sechs Jahre. Die letzte Wahl fand am 16. März 2014 statt.
Oberbürgermeister
- 1866–1892: Vincent König
- 1892–1907: Josef Heldmann
- 1907–1913: Georg Schön
- 1913–1933: Eduard Klug, BVP
- 1933: Otto Saugel (kommissarisch)
- 1933–1945: Josef Filbig, NSDAP
- 1945–1946: Christian Endemann, SPD
- 1946: Eduard Klug
- 1946: Christian Endemann, SPD
- 1946–1952: Michael Lotter, CSU
- 1952–1958: Josef Filbig, DG
- 1958–1970: Wolf Steininger, CSU
- 1970–1990: Franz Prechtl, CSU
- 1990–2014: Wolfgang Dandorfer, CSU
- seit 2014: Michael Cerny, CSU
Städtepartnerschaften
Amberg unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten und Gemeinden:<ref>Partnerstädte.</ref>
- DeutschlandDeutschland Deutschland, Bad Bergzabern, Rheinland-Pfalz
- PolenPolen Polen, Bystrzyca Kłodzka (Habelschwerdt), Dolnośląskie (Niederschlesien)
- ItalienItalien Italien, Desenzano del Garda, Provincia di Brescia (Provinz Brescia)
- DeutschlandDeutschland Deutschland, Freiberg, Sachsen
- DeutschlandDeutschland Deutschland, Geretsried, Bayern
- SlowenienSlowenien Slowenien, Kranj, Gorenjska (Oberkrain)
- FrankreichFrankreich Frankreich, Périgueux, Aquitaine (Aquitanien)
- DeutschlandDeutschland Deutschland, Schnaittenbach, Bayern
- FinnlandFinnland Finnland, Siilinjärvi, Pohjois-Savo (Nord-Savo)
- GriechenlandGriechenland Griechenland, Trikala, Τρίκαλα, Θεσσαλία, Thessalía (Thessalien)
- TschechienTschechien Tschechien, Ústí nad Orlicí (Wildenschwert), Pardubický kraj (Region Pardubitz)
Patenschaft
Wappen
Blasonierung: „Geteilt von Schwarz und Silber, oben ein aus der Teilungslinie wachsender, rotbekrönter und rotbewehrter, goldener Löwe, unten schräg blau geweckt.“<ref>Stadtwappen bei www.amberg.de.</ref>
Wappenerklärung: Der Pfälzer Löwe steht für die frühere Zugehörigkeit der Stadt zur Kurpfalz bzw. zur Oberpfalz, die (weiß-blauen) bayerischen Wecken für die zu Bayern.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Historische Gebäude
Profane Bauten
Datei:Amberg Stadtbrille.JPG Die Stadtbrille, das Wahrzeichen von Amberg. Der dritte Bogen links wurde erst vor wenigen Jahren „wiederentdeckt“. Links grenzt das kurfürstl. Schloss an, rechts das Zeughaus.
- Die Altstadt ist umgeben von einer fast vollkommen erhaltenen mittelalterlichen Ringmauer mit heute vier Toren: Nabburger Tor, Ziegeltor, Vilstor und Wingershofer Tor.
- Eine Besonderheit stellt die so genannte „Stadtbrille“ dar, ein fünftes Tor über den Fluss Vils. In zwei Bögen überspannt hier die mittelalterliche Stadtmauer den Fluss; einer der Pfeiler steht dabei im Wasser, so dass sich die zwei Bögen mit ihrer Spiegelung im Wasser zu zwei nebeneinander stehenden Kreisen ergänzen, was zum Namen führte. Der durch eine Schanzmauer verdeckte, jedoch lange Zeit vermauerte dritte Bogen auf festem Grund war wieder geöffnet und so der Originalzustand hergestellt worden. Dies war von vielen Ambergern zunächst als „Zerstörung“ der typischen, nur zweibögigen „Brille“ empfunden worden.
- Gotisches Rathaus
- Das Kurfürstliche Schloss war der Regierungssitz der Pfalzgrafen. Kurfürst Ludwig III. ließ es 1417 erbauen. Kurfürst Friedrich I. wandelte es in eine Zwingburg um. Heute wird der Gebäudekomplex als Landratsamt genutzt.
- Ehemaliges kurfürstliches Zeughaus
- Ehemalige kurfürstliche Regierungskanzlei (Renaissancebau mit sehenswertem Erker)
- Alte Veste (im Kern gotischer Bau und erster kurfürstlicher Hof)
- „Klösterl“ (gotischer Bau und Teil der früheren kurfürstlichen Residenz)
- Mit dem historischen „Eh’häusl“ besitzt Amberg heute eines der kleinsten Hotels der Welt.
- Das „Walfischhaus“ hat seine Bezeichnung von zwei Figuren unterhalb des Giebels, die darstellen, wie der Prophet Jona von einem Walfisch zunächst verschlungen und dann wieder ausgespuckt wird. Die Figuren stammen aus dem 17. Jh.
Bedeutende Kirchen
Klöster
Museen
Stadtmuseum Amberg
Die Sammlungen des Stadtmuseums Amberg umfassen neben Exponaten, die die Geschichte der Stadt und der hier gewesenen kurfürstlichen Residenz der Oberen Pfalz veranschaulichen, Abteilungen, welche sich mit Handwerk und Industrie in Amberg und deren Geschichte auseinandersetzen, vor allem der Steingut- und Fayenceproduktion, die seit dem 18. Jahrhundert bis 1911 in einer großen Amberger Manufaktur betrieben wurde, sowie der hiesigen Emailindustrie im 19. und 20. Jahrhundert.
Außerdem gibt es eine Abteilung, die die Geschichte der Kleidung vom Biedermeier bis heute zeigt. Die bedeutendste Sammlung seiner Werke ist dem in Amberg geborenen Maler, Graphiker und Karikaturisten Michael Mathias Prechtl gewidmet. Im Stadtmuseum werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Insbesondere sei die herausragende Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte „Der Winterkönig“ über das Leben Friedrichs V. von der Pfalz 2003 genannt.
Kunstausstellungen "Alte Feuerwache"
Im Untergeschoss des Gebäudes Alte Feuerwache im Stadtmuseum Amberg sind wechselnde Kunstausstellungen (meist Gruppe der Amberger Künstler) zu besichtigen.
Luftmuseum
Seit der Gründung des Luftmuseums im Klösterl am Eichenforst 2006 durch den Künstler Wilhelm Koch ist Amberg Luftkunstort. Die Stadt Amberg fördert die Museumsinitiative des Luftmuseum e. V. durch mietfreie Überlassung der Engelsburg aus dem 14. Jh. Gezeigt werden Exponate, die technisch mit Luft arbeiten oder betrieben werden, sowie Kunst-, Design- und Architekturobjekte, die sich mit dem Thema Luft auseinandersetzen.<ref>Internetpräsenz des Luftmuseums, zuletzt aufgerufen am 8. Januar 2008.</ref>
Militärmuseum Amberg
Die Militärhistorische Sammlung zur Garnisonsgeschichte Amberg befindet sich bis Ende des Jahres 2016 in der Leopoldkaserne in Amberg.
Moderne Gebäude
Im Stadtteil Bergsteig befindet sich die sog. „Glasmacherkathedrale“, das ehem. Thomas-Glaswerk (heute Kristallglasfabrik Amberg GmbH & Co. KG), das im Auftrag der Rosenthal AG ab 1967 durch Walter Gropius (TAC – The Architects Collaborative Inc.) geplant wurde. Es war das letzte Werk von Gropius, der die Fertigstellung 1970 nicht mehr erlebte. Die ausgedehnte basilikaartige Anlage ist in eine Geländesenke eingefügt; die als „Mittelschiff“ dominierende Schmelzofenhalle weist einen dreieckigen Querschnitt auf, stark plastisch gegliedert durch Stahlbetonbinder und übereinandergestaffelte geneigte Dachflächen mit horizontal eingeschobenen Fensterbändern. Die den Längsseiten vorgelagerten niedrigen Flachbauten (für Endverarbeitung, Lager und Versand) sind durch verglaste Gänge mit der zentralen Ofenhalle verbunden. Das Bauwerk ist als Einzelbaudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.
Stadttheater
Seit 1803 besitzt Amberg ein Theater in der ehemaligen gotischen Kirche eines in der Säkularisation aufgehobenen Franziskanerklosters. Seit 1872 ist die Stadt Amberg Träger des Theaters. 1953 musste der Spielbetrieb aus brandschutzrechtlichen Gründen zunächst eingestellt werden, nach einer umfassenden Sanierung ist das Stadttheater aber seit 1978 wieder in Betrieb. Das Stadttheater Amberg besitzt kein eigenes Ensemble, es finden aber regelmäßig Gastspielveranstaltungen statt.
Archive und Bibliotheken
Staatsarchiv Amberg
Das Staatsarchiv Amberg ist das für den Regierungsbezirk Oberpfalz zuständige bayerische Staatsarchiv. Es befindet sich in Amberg in der Archivstraße 3.
Staatliche Bibliothek (Provinzialbibliothek)
In Amberg ist die Staatliche Bibliothek (Provinzialbibliothek Amberg) beheimatet. Sie wurde 1803 im Zuge der Säkularisation gegründet. Ihre alten Buchbestände stammen aus dem Jesuitenkolleg Amberg sowie den aufgegebenen Klöstern Ensdorf, Michelfeld, Reichenbach, Speinshart, Walderbach und Waldsassen. Der erste Standort der Bibliothek war im aufgegebenen Salesianerinnenkloster, und der Bestand lag bei rund 50.000 Büchern. 1815 wurden durch ein Feuer rund 16.500 Bücher vernichtet. 1826 zog die Bibliothek endgültig an den heutigen Standort im Maltesergebäude um. Von 2001 bis 2003 erfolgten Sanierungs- und Anbaumaßnahmen. Der Buchbestand wird ständig erweitert und umfasst alle wissenschaftlichen Bereiche, wobei der Schwerpunkt bei den Geisteswissenschaften liegt. Die Bibliothek besitzt heute rund 120.000 Medien, davon rund 115.000 Bücher und 100 Zeitschriften.
Bibliothek der Ostbayerischen Technischen Hochschule
Die Hochschulbibliothek Amberg-Weiden wurde im Zusammenhang mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg – Weiden 1994 gegründet und ist auf beide Standorte verteilt. Der in Amberg befindliche Buchbestand orientiert sich in seinen Fachgebieten an den hier gelehrten technischen Fächern (Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau, Medienproduktion und Medientechnik, Patentingenieurwesen, Angewandte Informatik, Umwelttechnik). Der Gesamtbestand der Bibliothek an beiden Standorten umfasst derzeit knapp 50.000 Medien.
Stadtbibliothek Amberg
Die Stadtbibliothek Amberg ist in der Innenstadt im Raseliushaus untergebracht und umfasst einen Bestand von circa 50.000 Medien.
1947 beschloss der Stadtrat, eine öffentliche Bibliothek zu errichten, die dann 1950 im Klösterl am Eichenforst als Volksbücherei Amberg eröffnet worden war. 1951 kamen die Bücher des von 1946 bis dahin im Casino am Schrannenplatz bestehenden Amerikahauses zum Bestand der später lange Stadtbücherei genannten Stadtbibliothek hinzu.
Archive
Das für den Regierungsbezirk Oberpfalz zuständige staatliche Archiv verwahrt die gesamte Schriftgutüberlieferung aller staatlichen Behörden und Institutionen sowie deren Vorläufer, darunter der Klöster, Herrschaften und Hofmarken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
Das Stadtarchiv bewahrt historische Dokumente der Stadtgeschichte auf. In seinem Kern geht es auf die unter der Leitung des Rates stehende Registratur zurück. Zu dieser städtischen Überlieferung zählen Pergamenturkunden, Amtsbücher sowie Rechnungen. Darüber hinaus beherbergt das Stadtarchiv Amberg außerdem umfangreiche Nachlässe und Deposita. Zu den Beständen des Stadtarchivs gehören sämtliche in Amberg erschienenen Tageszeitungen, eine Plakat- und Plansammlung wie ein umfangreiches Bildarchiv.
Natur
Renaturierte Flusslandschaft südlich der Altstadt zur Landesgartenschau 1996.
Schutzgebiete
Im Stadtgebiet gibt fünf Landschaftsschutzgebiete und ein vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesenes Geotop (Stand November 2015).
Friedhöfe in der Stadt Amberg
Im Gebiet der Stadt Amberg gibt es sechs Friedhöfe mit einer Gesamtfläche von 14,6 ha.
Katharinenfriedhof
Am Rande der früheren Stadtgrenze gelegen, ist der größte Friedhof Ambergs über die Katharinenfriedhofstraße zu erreichen.
Im Katharinenfriedhof gibt es Soldatengräber des Ersten und des Zweiten Weltkriegs sowie eine Gedenktafel für Gefallene der Panzerbrigade 12. Eine Gedenktafel erinnert an 293 während des Zweiten Weltkriegs in Amberg verstorbene Menschen aus dem Osten, die im Katharinenfriedhof begraben sind.
Weitere Gedenktafeln mit den Namen erinnern an Menschen aus dem Osten, die während der Jahre 1943 bis 1953 mit unbekannter Grablege bestattet worden sind. Im Katharinenfriedhof befindet sich das Ehrengrab von Michael Mathias Prechtl.
Dreifaltigkeitsfriedhof
Zwischen Regensburger und Raígeringer Straße liegt beim Stadtzentrum der Dreifaltigkeitsfriedhof.
Friedhof Ammersricht
In der Friedensstraße liegt der Friedhof für den Stadtteil Ammersricht.
Friedhof Luitpoldhöhe
In der Selgradstraße befindet sich der Friedhof für den Stadtteil Luitpoldhöhe.
Waldfriedhof
Der Waldfriedhof ist über den Talweg im Stadtteil Raigering zugänglich.
Israelitischer Friedhof
Am Ende der Philipp-Melanchthon-Straße befindet sich der Jüdische Friedhof. In ihm liegen Gräber von 16 jüdischen Opfern des NS-Terrors.<ref name="gds113" />
Veranstaltungen (Auswahl)
- Altstadtfest (Juni), vielfältige musikalische Darbietungen (Jazz, Rock, Volksmusik, Klassik), Gastronomie
- Töpfer- und Krüglmarkt um Georgi (Ende April)
- Brunnenfest (seit 2001, alle zwei Jahre), mittelalterlicher Markt, Aufführungen, Festzug mit Bezug auf die Stadtgeschichte (vor allem die Amberger Hochzeit, siehe dazu oben)
- Sommerfestival im Innenhof der Stadtbibliothek: 6 Veranstaltungen (Theater, Musik und Kabarett) jährlich Ende Juli/August
- Bergfest (siehe oben)
- Weihnachtsmarkt in der Adventszeit
- Luftnacht mit Darbietungen von Luftkünstlern (ausgehend vom Luftmuseum, s. o.)
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Straßenverkehr
Amberg kann über die A 6 mit den Anschlussstellen Amberg-West, Amberg-Süd und Amberg-Ost erreicht werden.
Des Weiteren kreuzen sich die Bundesstraße 85 (Bayreuth–Amberg–Schwandorf–Cham–Passau) und die B 299 (Landshut–Neumarkt–Amberg–Falkenberg).
Schienenverkehr
Der Anschluss an das bayerische Eisenbahnnetz erfolgte 1859. Von dem am 12. Dezember 1859 von der AG der Bayerischen Ostbahnen eröffneten Bahnhof Amberg gibt es derzeit Direktverbindungen nach Nürnberg und Schwandorf (Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf) im Stundentakt sowie nach Regensburg. Bis Dezember 2012 fuhren direkte Züge nach Prag (Praha). Von den drei zwischen 1898 und 1910 eröffneten Bahnstrecken nach Lauterhofen, Schmidmühlen und Schnaittenbach ist nur noch die nach Schnaittenbach im Güterverkehr in Betrieb.
Nahverkehr
Der Bahnhof ist zentraler Knotenpunkt zwischen der Deutschen Bahn sowie den Stadt- und Überlandbussen. Bahn- und Busnetz liegen im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN).
Die vierzehn Stadtbuslinien, die gelben Citybusse, werden von 20 Omnibussen im Halbstundentakt befahren. Die längste Linie ist die 2 von Amberg nach Ammersricht mit 25 Haltestellen und einer Länge von 5,4 Kilometern. 2009 kam die Linie 14 zum Waldfriedhof hinzu. Den Betrieb führt seit 1975 die Firma Linzer; drei Linien werden von der Firma Reichert befahren.
1999 wurde der Amberger Busbahnhof ausgebaut und 2005 erweitert, so dass alle Stadt- und Überlandbusse die 20 Haltebuchten anfahren können.
Flugverkehr
Etwa zwei Kilometer westlich von der Ortsmitte Amberg befindet sich der Segelflugplatz Rammertshof mit den Koordinaten 49 26 25,2 N/11 48 41,8 E.
Der internationale Verkehrsflughafen Nürnberg befindet sich 68 km westlich von Amberg und ist über die Bundesautobahn 6 mit dem Auto in etwa 40 Minuten zu erreichen.
Mit dem Zug über Nürnberg Hauptbahnhof und die U-Bahn-Linie U2 beträgt die Fahrzeit von Amberg Bahnhof in den Flughafen Nürnberg etwa 70 Minuten.
Ortsansässige Unternehmen
Größter Arbeitgeber ist die Siemens AG, die mit über 5000 Beschäftigten in Amberg elektromechanische Schaltgeräte (Schütze, Überlastrelais und Befehlsgeräte) und speicherprogrammierbare Steuerungen fertigt.<ref>siemens.de: Amberg</ref> Ein weiteres großes Unternehmen ist die Grammer AG. Sie stellt Fahrer- und Passagiersitze sowie Komponenten für die Pkw-Innenausstattung her. Weitere Unternehmen der ansonsten vom kleineren Mittelstand geprägten Region sind in den Bereichen der Informationstechnologie, Metallindustrie und Maschinenbau (Deprag Schulz) tätig. Glas (Fa. Nachtmann Bleikristallwerke, Fa. Riedel Glas) spielt traditionell ebenfalls eine Rolle.
Die Stadt Amberg als Anteilseigner hat der Stadtwerke Amberg Holding GmbH bestimmte kommunale Obliegenheiten übertragen. So betreibt deren Tochterunternehmen Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH das Strom-, Gas- und Wasserleitungsnetz und bietet zudem die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Wärme an. Der Holding ist weiter die Stadtwerke Amberg Bäder und Park GmbH angegliedert, welche die Betreibung von zwei Bädern und zwei Parkgaragen in der Stadt ausübt.
Bergbau
Amberg nahm seit dem Mittelalter eine europaweit zentrale Rolle im Bergbau ein. In den umliegenden Stollen wurde Eisen abgebaut, durch das die Stadt sehr reich wurde. Die heute noch teils erhaltene mehrere Kilometer lange Stadtbefestigung aus dem Spätmittelalter mit ihren über 100 Türmen wurde durch das erwirtschaftete Geld aus Eisenerzbergbau, Eisenverarbeitung und Eisenhandel finanziert. In der Altstadt wurden Schlacken als Spuren früher Eisenbearbeitung gefunden. Die Bergbau-Bedeutung der Stadt ließ im Dreißigjährigen Krieg nach, kam im 19. Jahrhundert wieder auf und endete nach dem Zweiten Weltkrieg wegen billigeren Eisens aus anderen Ländern und der Erschöpfung der bekannten Erzlagerstätten. Während der NS-Zeit war Amberg einer von fünf Standorten der Reichswerke Hermann Göring. Das letzte Eisenerz wurde in Amberg 1964 abgebaut; der Hochofen der Luitpoldhütte war bis 1968 in Betrieb.
Brauereien
Amberg beherbergte im ausgehenden Mittelalter über 30 Brauereien (meist Klein-, Familien- oder Hausbrauereien). Bis in die 1970er Jahre gab es in der Stadt zehn große Brauereien gleichzeitig (Brauhaus Amberg, Bruckmüller Brauerei, Falk Brauerei, Jordan-Bräu, Brauerei Kummert, Malteser Brauerei, Schießl Brauerei, Brauerei Sterk, Brauerei Wingershof, Brauerei Winkler), wodurch Amberg jahrhundertelang europaweit als Stadt mit den meisten Brauereien (im Verhältnis zur Einwohnerzahl) galt. Heute existieren davon noch die Brauereien Bruckmüller, Kummert, Sterk und Winkler, die teilweise noch Bier der vergangenen Marken herstellen. Dazugekommen sind kleine Brauereien, wie die Sudhang-Brauerei oder die Gastronomiebrauerei Schloderer. Als größtes Bierfest in Amberg gilt das Bergfest, wo alle Brauereien Ende Juni/Anfang Juli zur Wallfahrt vor der Maria-Hilf-Kirche ihre Zelte aufschlagen. An die frühere Brauerei Schieferl erinnert der Name einer Gaststätte. Im Umland von Amberg gibt es etliche kleine Brauereien, für die Amberg ein wichtiger Absatzmarkt ist. Dazu gehören z. B. die Brauerei Märkl aus Freudenberg oder die Schlossbrauerei Dorfner aus Hirschau.
Medien
Die Amberger Zeitung ist die lokale Tageszeitung. Sie ist Teil des Verlages Der neue Tag. Die „Mittelbayerische Zeitung für das Vilstal und den südlichen Landkreis Amberg-Sulzbach“ berichtet als Tageszeitung seit 2006 aus der Region Amberg. Zuvor erschien sie unter dem Titel „Amberger Nachrichten“.
Der lokale Radiosender Radio Ramasuri hat eine Redaktion in Amberg und versorgt die Region seit 1990 mit lokalen Informationen auf der UKW-Frequenz 103,9. Das Jugendformat Radio Galaxy sendet auf der UKW-Frequenz 105,5 für Amberg und das Umland. Die amerikanischen Radio-Sendungen von AFN – The Eagle sind ebenso wie die Sendungen des tschechischen Radio Egrensis, des Regensburger Radio Charivari, des Bayerischen Rundfunks, des Deutschlandradios sowie der Antenne Bayern in Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach auf UKW zu empfangen.
Seit 1996 ist der regionale Fernsehsender Oberpfalz TV (OTV) in der Stadt ansässig. Er bietet Sendungen und Nachrichten für die mittlere und nördliche Oberpfalz.
Mit dem Buch & Kunstverlag Oberpfalz befindet sich in Amberg ein Buchverlag, dessen Schwerpunkt auf der Herausgabe von Regionalia liegt.
Behörden und Öffentliche Anstalten
Feuerwehr
Seit 1981 ist der Sitz der Feuerwache am Schießstätteweg. Die etwa 100 aktive Mitglieder zählende Freiwillige Feuerwehr, die sich seit 1997 unter der Leitung von Stadtbrandrat Bernhard Strobl befindet, beschäftigt acht hauptamtliche Kräfte und gilt als eine der größten Freiwilligen Feuerwehren Bayerns. Die 2014 errichtete Integrierte Leitstelle (ILS) Amberg befindet sich neben der Feuerwache und ist für die Alarmierung des Rettungsdienstes sowie die Alarmierung der Feuerwehren der Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf sowie der Stadt Amberg zuständig. Als innovativ gilt die Feuerwehr besonders im Bereich des Wechselladersystems. In Amberg ist ein „Löschzug Gefahrgut“ stationiert, der wie die Abrollbehälter im überregionalen Bereich angefordert werden kann. Neben der Feuerwehr der Stadt Amberg gibt es noch vier Ortsteilwehren in Ammersricht, Gailoh, Karmensölden und Raigering. Die Feuerwehr Amberg war 2009 Ausrichter des Deutschen Jugendfeuerwehrtags (3.–6. September 2009).
Bildung
Amberg ist eine ausgewiesene Schulstadt. Neben acht Grund- und Mittelschulen, einer Montessori-Schule, zwei Förder- und Sonderschulen, acht berufsbildenden Schulen, einer Volkshochschule, einer Elternschule und mehreren Musikschulen existieren in Amberg folgende Schulen:
- Staatliches Berufliches Schulzentrum Amberg:
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
- Heinrich Aigner (1924–1988), deutscher Politiker, Europa-Politiker
- Otmar Alt (* 1940), Maler, Grafiker, Designer, Bildhauer
- Veit Arnpeck (um 1440–1495), bayerischer Geschichtsschreiber
- Christian I. (Anhalt-Bernburg) (1568–1630), kurpfälzischer Statthalter der Oberpfalz in Amberg
- Jacob Balde (1604–1668), Jesuit, neulateinischer Dichter
- Jakob von Bauer (1787–1854), Münchner Bürgermeister
- Eduard von Bomhard (1809–1886), Justizminister des Königreichs Bayern
- Bernhard Buchholz (1870–1954), Politiker
- Peter Carl (1541–1617), Baumeister, Zimmermann, am kurfürstlichen Schloss 1603
- Matthäus Carl (um 1550–1609), Goldschmied
- Harry Christlieb (1886–1967), Skulpturenkünstler
- Giovanni Carlone (1640/1642–1718/1721), Stuckateur des Barock
- Johanna Decker (1918–1977), Missionsärztin in Rhodesien
- Jacques Dedelley (1694–1757), Jesuit, Theologe, Philosoph
- Wolfgang Dientzenhofer (1648–1706), Baumeister des Barock
- Manfred G. Dinnes (1950–2012), Maler, Bildhauer, Autor, Regisseur, Galerist, Online-Journalist
- Günter Dollhopf (* 1937), Maler, Grafiker und Hochschullehrer
- Akos Doma (* 1963), Schriftsteller, Ungarisch-Übersetzer
- Eduard Dostler (1892–1917), Offizier der Fliegertruppe
- Herbert Falk (1929–1994), Landtagsabgeordneter
- Friedrich V. (1596–1632), Kurfürst von der Pfalz, der „Winterkönig“
- Heike Funk (* 1968), Triathletin
- Claudia Gesell (* 1977), Mittelstreckenläuferin
- Johann Georg von Gleißenthal (um 1507–1580), deutscher Abt von Kloster Speinshart in der Reformation, Führer der Prälatenbank in der Oberpfalz und Viztum der Oberen Pfalz; Epitaph in Neustadt am Kulm
- Franz Gleißner (1761–1818), Komponist, Hofmusiker, Sänger, Verfasser eines Mozartverzeichnisses, Miterfinder des lithografischen Notendrucks
- Sigmund Gottlieb (* 1951), Journalist, Honorarprofessor der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg – Weiden
- Gottfried Bernhard Göz (1708–1774), Maler des Rokoko
- Josef Habbel (1846–1916), katholischer Zeitungs- und Buchverleger
- Lorenz Hagen (1885–1965), Gewerkschafter, Politiker
- Gottfried Hertzka (1913–1997), Arzt, Begründer der Hildegard-Medizin
- Heiner Hopfner (1941–2014), Opernsänger
- Johann Hörmann (1651–1699), Kunstschreiner, Jesuit
- Alois Karl (* 1950), Bundestagsabgeordneter
- Ernst Kutzer (1918–2008), Komponist, Musikpädagoge
- Anton Landes (1712–1764), Stuckateur des Rokoko
- Franz Xaver Lerno (1849–1920), Politiker (Zentrum)
- Peter Lippert (1879–1936), katholischer Theologe, Jesuit
- Johannes Matthaeus (1526–1588), evangelischer Theologe
- Martin Merz (um 1425–1501), Mathematiker, Geschützmeister
- Arnold von Möhl (1867–1944), General der Infanterie, nach ihm benannte Kaserne in Amberg
- Albert Oeckl (1909–2001), Kommunikationswissenschaftler
- Eugen Oker eigentlicher Name Fritz Gebhardt, (1919–2006), „Spielekritiker“ in ZEIT, Frankfurter Rundschau, Bayerischer Rundfunk
- Philipp (Pfalz) (1448–1508), Kurfürst von der Pfalz
- Friedrich Pfannmüller (1490–1562), ab 1549 Bürger in Amberg, Orgelbauer
- Urban Pierius (1546–1616), evangelischer Theologe
- Albrecht Mertz von Quirnheim (1905–1944), Offizier und Widerstandskämpfer
- Andreas Raselius (um 1563–1602), Humanist, Komponist, Hofkapellmeister
- Rainer Rauffmann (* 1967), Fußballer auf Zypern, vormals FC Amberg
- Wilhelm Manfred Raumberger (1931–2003), Bildhauer, Bronzegießer, Maler
- Karl Reidel (1927–2006), Bildwerker der Nepomuk-Statue zur Kurfürstenbrücke
- Johannes Reitmeier (* 1962), Autor, Regisseur, Intendant
- Anselm Rixner (1766–1838), Professor der Philosophie am Lyzeum Amberg
- Johann Salmuth (1552–1622), evangelischer Theologe
- Martin Schalling der Jüngere (1532–1608), evangelischer Theologe, Kirchenlieddichter, Reformator, 1559–1567 Hofprediger in Amberg
- Hartmann Schedel (1440–1514), Arzt, Humanist und Historiker
- Mildred Scheel (1932–1985), Gründerin der Deutschen Krebshilfe, wuchs in Amberg auf
- Andreas Schillinger (* 1983), Profi-Radfahrer
- Johannes Schoch (um 1550–1631), Renaissancebaumeister
- Kaspar von der Sitt (16. Jhrdt.), Steinätzer
- Kaspar Gottfried Schlör (1888–1964), Jurist, Mitglied des Parlamentarischen Rates
- Franz Xaver von Schönwerth (1810–1886), Oberpfälzer Volkskundler, Privatsekretär im Dienst des Kronprinzen Maximilian, Kabinettschef von Maximilian II., Regierungsrat, Ministerialrat im bayerischen Finanzministerium
- Sebastian von Schrenck (1774–1848), Appellationsgerichtspräsident in Amberg, Justizminister im Königreich Bayern
- Wolfgang Sieler (1930–2001), Bundestagsabgeordneter
- Erwin Stein (1930–2009), Steuerberater, Landtagsabgeordneter
- Valentin Stephan Still (1750–1795), Bruder Barnabas, Braumeister der Paulaner in München
- Heribert Sturm (1885–1974), Stadtarchivar in Eger (Böhmen), Archivdirektor in Amberg
- Eugen Taucher (1863–1933), Justizrat
- Stephan Thomas (* 1957), Brigadegeneral
- Franz Troglauer (1754–1801), Räuberhauptmann, 1801 in Amberg am Galgenberg hingerichtet
- Johann Conrad Vogel (1656–1721), Oberpfälzer Orgelbauer, Vorgänger von Funtsch
- Wilhelm Volkert (* 1928), Historiker
- Hans von Amberg (* unbekannt; † um 1509), Steinmetz
- Johann Heinrich Werner (1684–1752), Stadtdekan, Waisenhausgründer, Kartoffelanbauförderer
- Helmut Wilhelm (* 1946), Richter, Bundestagsabgeordneter
- Wilhelm Wirth (1876–1952), Psychologe
- Anton Wurzer (1893–1955) Oberpfälzer Mundart- und Heimatdichter
- Hans Zehetmair (* 1936) Kultusminister a. D., Amberger Bürgermedaille
Ehrenbürger
Literatur
- Karl-Otto Ambronn, Achim Fuchs, Heinrich Wanderwitz (Hrsg.): Amberg 1034–1984. Aus tausend Jahren Stadtgeschichte. Katalog zur Ausstellung aus Anlass der 950-Jahr-Feier. Amberg 1984, ISBN 3-924707-00-6.
- Hans Bungert, Franz Prechtl (Hrsg.): Ein Jahrtausend Amberg. Schriftenreihe der Universität Regensburg Band 11. Mittelbayerische Druck- und Verlagsgesellschaft, Regensburg 1985, ISBN 3-921114-60-8.
- Amberg in der Oberpfalz. Herausgegeben vom Stadtrat der Stadt Amberg, bearbeitet von Stadtbaurat Engelhardt. Deutscher Architektur- und Industrie-Verlag (DARI), Berlin 1927.
- Dieter Dörner: Juden in Amberg, Juden in Bayern. Verlag d. Buchhandlung Eckhard Bodner, Pressath 2003, ISBN 3-937117-01-6.
- Dieter Dörner: Juden in Amberg. Niedergang und Neuanfang 1933 – 1942 – 1945. Bodner, Pressath 2006, ISBN 3-937117-41-5.
- Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Die Orgelbauerfamilie Funtsch in Amberg. In: Oberpfälzer Heimat Nr. 22, 1978, S. 117–123.
- Rita Hannig: Glaschronologie Nordostbayerns vom 14. bis zum frühen 17. Jahrhundert. Ausgewählte Grabungsfunde aus Amberg und Regensburg (Oberpfalz) Monographien d. Archäologischen Staatssammlung München, Greiner, Remshalden 2009, ISBN 978-3-86705-027-2.
- Ricarda Huch: Im alten Reich. Lebensbilder deutscher Städte (3. Band: Der Süden), Bremen 1927. Darin: Amberg, S. 215–226.
- Hans Hummel: Amberg öffnet Tür und Tor. Ein Stadtspaziergang. Stadtführer. Buch & Kunstverlag Oberpfalz, Amberg 2003, ISBN 3-935719-13-2.
- Rainer Kilbert: Der Amberger Orgelbauer Friedrich Specht. In: Oberpfälzer Heimat, 1984, S. 86–95.
- Rainer Kilbert: Die Orgeln der Stadt Amberg. In: Die Oberpfalz, 1991, S. 228 ff.
- Eberhard Kraus: Historische Orgeln in der Oberpfalz. Schnell und Steiner, München 1990, ISBN 3-7954-0387-1.
- Johannes Laschinger: Amberg. Die kurfürstliche Haupt- und Regierungsstadt der oberen Pfalz (Bayerische Städtebilder), Stuttgart 2000, ISBN 3-09-303880-4.
- Felix Mader: Stadt Amberg (= Die Kunstdenkmäler Bayerns, Reihe 2: Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz und Regensburg, Band XVI). Reprint der Ausgabe München 1909. Oldenbourg, München 1981, ISBN 3-486-50446-0.
- Günther Rambach: Hakenkreuz und Martinskirche. Schicksalsjahre in der Oberpfalz 1933–1959, Selbstverlag 2010, ISBN 978-3-00-031635-7.
- Günther Rambach: Die 50er Jahre in Amberg und der Oberpfalz. Politik. Militär. Alltagsleben. Eisenhütten, Kümmersbruck 2013, ISBN 978-3-00-042884-5.
- Johann Baptist Schenkl: Neue Chronik der Stadt Amberg. Nachdruck der Ausgabe 1817. Carl Mayr, Amberg 1972.
- Michael Schwaiger: Chronica oder kurtze beschreibung der Churfürstlichen Stad Amberg in der Obern Pfalz in Beiern gelegen. Nachdruck der Ausgabe Wittenberg 1564. Carl Mayr, Amberg 1969.
- Karl Schwämmlein: Orgeln und Orgelbauer in Amberg vom 15.–17. Jahrhundert. In: Verhandlungen des historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Laßleben, Kallmünz 1987, 127. Band, S. 84–94.
- Bernhard Setzwein, Günter Moser: Die Stadt an der Vils. Amberg (Bild-Text-Band). Buch- und Kunstverlag Oberpfalz, Amberg 2000, ISBN 3-924350-88-4.
Weblinks
Einzelnachweise
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