Landkreis Tuttlingen


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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Tuttlingen Deutschlandkarte, Position des Landkreises Tuttlingen hervorgehoben47.98228.8058Koordinaten: 47° 59′ N, 8° 48′ O{{#coordinates:47,9822|8,8058|primary dim= globe= name= region=DE-BW type=adm2nd
  }}
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Region: Schwarzwald-Baar-Heuberg
Verwaltungssitz: Tuttlingen
Fläche: 734,35 km²
Einwohner: 134.607 (31. Dez. 2014)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-BW">Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).</ref>
Bevölkerungsdichte: 183 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: TUT
Kreisschlüssel: 08 3 27
Kreisgliederung: 35 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Bahnhofstraße 100
78532 Tuttlingen
Webpräsenz: www.landkreis-tuttlingen.de
Landrat: Stefan Bär (Freie Wähler)
Lage des Landkreises Tuttlingen in Baden-Württemberg

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Der Landkreis Tuttlingen ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im Regierungsbezirk Freiburg.

Geographie

Lage

Der Landkreis Tuttlingen umfasst überwiegend Teile der Schwäbischen Alb (Heuberg, Baaralb und Hegaualb mit Übergang zum oberschwäbischen Alpenvorland) sowie der Gäulandschaft des Albvorlandes (Baar) im Westen. Die höchste Erhebung ist der Lemberg mit 1015 m ü. NHN, der tiefste Punkt befindet sich im Hattinger Tal mit 570 m ü. NHN. Die größten Ausdehnungen des Landkreises betragen 31 km (Ost-West) bzw. 38 km (Nord-Süd).

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Rottweil, Zollernalbkreis, Sigmaringen, Konstanz und Schwarzwald-Baar-Kreis.

Geschichte

Das heutige Kreisgebiet hat eine bewegte Geschichte seiner territorialen Zugehörigkeit. In der Karolingerzeit war es Herrschaftsgebiet verschiedener Adelsgeschlechter, die obere Donau z. B. der Alaholfinger oder Bertholde. Nach dem Zerfall des Frankenreichs 843 gehörte das Gebiet zum Ostfrankenreich und ab etwa 920 zum Herzogtum Schwaben. Nach dessen Ende kam es 1273 unter Rudolf II. großteils zum habsburgischen Vorderösterreich bzw. zum Fürstentum Fürstenberg des Schwäbischen Reichskreises.

Nach den napoleonischen Kriegen wurde das Gebiet 1806 überwiegend dem Königreich Württemberg zugeschlagen, doch gab es zu Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen, die 1849 gemeinsam in den dann preußischen Hohenzollernschen Landen aufgingen, mehrere kleine Exklaven<ref>Siehe: territoriale Besonderheiten in Südwestdeutschland nach 1810</ref>, die erst spät durch Gebietstausch bereinigt wurden.

Schon im 15. Jahrhundert wurde das württembergische Oberamt Tuttlingen errichtet, das 1806 neu umschrieben und auch danach noch einige Male verändert wurde. So wurde 1842 die Gemeinde Schwenningen am Neckar an das Oberamt Rottweil abgegeben. Aus meist österreichischen Gebieten war 1806 das Oberamt Spaichingen gebildet worden. Beide Oberämter gehörten ab 1810 zur Landvogtei am obern Neckar und ab 1818 zum Schwarzwaldkreis, der 1924 aufgelöst wurde. 1934 wurden beide Oberämter in Landkreise umbenannt und 1938 wurde der Landkreis Spaichingen aufgelöst. Die meisten Gemeinden kamen dabei zum Landkreis Tuttlingen, einige zum Landkreis Balingen.

Nach 1945 gehörte der Landkreis Tuttlingen zum Land Württemberg-Hohenzollern, das 1952 im Land Baden-Württemberg aufging. Ab da gehörte der Landkreis zum Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern.

Bei der Kreisreform erhielt der Landkreis Tuttlingen am 1. Januar 1973 einige badische Gemeinden der aufgelösten Landkreise Donaueschingen und Stockach sowie die Gemeinde Bärenthal vom Landkreis Sigmaringen, er gab ferner die Gemeinde Tuningen an den Schwarzwald-Baar-Kreis ab. Seither gehört er zum Regierungsbezirk Freiburg.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 518 und 535f.</ref>

Bereits am 1. Juni 1972 kam die Gemeinde Eßlingen aus dem Landkreis Donaueschingen hinzu. Sie wurde in die Kreisstadt Tuttlingen eingemeindet.

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Tuttlingen 35 Gemeinden, darunter sechs Städte und hiervon wiederum eine Große Kreisstadt (Tuttlingen). Größte Stadt ist Tuttlingen, kleinste Gemeinde ist Bärenthal.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Datum Einwohner
31. Dezember 1973 111.460
31. Dezember 1975 110.283
31. Dezember 1980 111.317
31. Dezember 1985 111.423
27. Mai 1987 ¹ 112.885
Datum Einwohner
31. Dezember 1990 120.344
31. Dezember 1995 129.491
31. Dezember 2000 132.916
31. Dezember 2005 135.297
31. Dezember 2010 134.189

Die Fertilitätsrate im Jahr 2008 von 1,6 Kindern je Frau war die höchste in Baden-Württemberg,<ref name="stlabw-2009-277">Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLandkreis Tuttlingen mit höchster Geburtenrate in Baden-Württemberg. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2. September 2009, abgerufen am 4. September 2009 (Pressemitteilung Nr. 277/2009).</ref> außerdem gehört der Landkreis demographisch zu den am besten aufgestellten in ganz Deutschland.<ref>Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDas bundesweite Ranking, sortiert nach Demografie. INSM-Regionalranking 2009, abgerufen am 28. August 2012.</ref>

Politik

Datei:TuttlingenLandratsamt.jpg
Das Landratsamt Tuttlingen

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse, hat aber in den Gremien kein Stimmrecht. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Kreistag

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung (43 Sitze, vorher 47 Sitze):

Sitzverteilung im Kreistag
6
6
8
4
19
19 
Von 43 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2014
Sitze
2014
 %
2009<ref>[1] Stimmenverteilung der Kreistagswahlen 1989-2009</ref>
Sitze
2009<ref>[2] Sitzverteilung der Kreistagswahlen 1989-2009</ref>
 %
2004
Sitze
2004
 %
1999
Sitze
1999
 %
1994
Sitze
1994
 %
1989
Sitze
1989
Kreistagswahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
43,0 %
20,8 %
14,2 %
13,8 %
8,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,8 %p
+1,9 %p
+1,8 %p
+0,1 %p
-4,4 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 43,0 19 42,2 21 47,6 25 48,4 23 44,4 23 46,9 24
FW Freie Wähler 20,8 8 18,9 9 - - - - - - - -
WG Wählervereinigungen - - - - 29,2 13 20,2 9 17,8 8 21,4 9
OGL Offene Grüne Liste 14,2 6 12,4 5 - - - - - - - -
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen - - - - - - 7,3 3 8,5 3 - -
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 13,8 6 13,7 6 15,0 6 17,8 6 20,2 8 20,6 8
FDP Freie Demokratische Partei 8,4 4 12,8 6 8,2 4 6,2 3 6,6 3 6,0 3
Sonst. Sonstige - - - - - - 2,5 - 5,1 1
Gesamt 100,0 43 100,0 47 100,0 48 100,0 44 100,0 45 100,0 45
Wahlbeteiligung in Prozent 48,3 51,6 53,3 56,8 70,7 68,0
  • WG: Wählervereinigungen, da sich die Ergebnisse von 1989 bis 2004 nicht auf einzelne Wählergruppen aufschlüsseln lassen.

Landrat

Der Landrat wird vom Kreistag für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Er ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse, hat aber in den Gremien kein Stimmrecht. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Oberamtmänner des ehemaligen Oberamts von 1807 bis 1934 sind unter Oberamt Tuttlingen dargestellt.

Die Landräte des Landkreises Tuttlingen seit 1934

Kreisfinanzen

Der Schuldenstand des Landkreises betrug Ende 2008 34,7 Millionen Euro.<ref>Schwäbische Zeitung (Regionalausgabe „Gränzbote“) vom 18. Dezember 2008, Artikel: „Landkreis investiert 15 Millionen Euro“</ref>

Wappen

Das Wappen des Landkreises Tuttlingen zeigt in geteiltem Schild oben in Gold eine liegende schwarze Hirschstange, unten in Blau ein unterhalbes vierspeichiges goldenes Rad. Das Wappen wurde am 28. Februar 1961 und nach der Kreisreform am 12. Oktober 1973 neu verliehen.

Die Hirschstange symbolisiert Württemberg, zu dem Tuttlingen, Trossingen und kleinere Orte seit 1444 gehörten. Das Rad steht für die vorderösterreichische Obere Grafschaft Hohenberg, zu der Spaichingen gehörte. Das Wappen zeigt also, dass der Landkreis 1938 aus den einstigen Oberämtern Tuttlingen und Spaichingen gebildet wurde.

Siehe auch: Liste der Wappen im Landkreis Tuttlingen

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Der Landkreis Tuttlingen steht wirtschaftlich sehr gut da (18. von über 400 in Deutschland, Vierter in Baden-Württemberg, Erster außerhalb der Region Stuttgart) und hat eine geringe Arbeitslosigkeit, vor allem Jugendarbeitslosigkeit. Der Landkreis ist deutschlandweit der Landkreis mit der höchsten Arbeitsplatzversorgung <ref>INSM-Regionalranking 2009: Das bundesweite Ranking, sortiert nach Arbeitsplatzversorgung</ref>

Verkehr

Datei:Ringzug Dreifachtraktion.jpg
Ringzug am Haltepunkt Tuttlingen Zentrum

Der Verkehr des Landkreises Tuttlingen ist geprägt durch die Fernverbindungen StuttgartZürich/Bodensee in Nord-Süd- und UlmFreiburg im Breisgau in Ost-West-Richtung. Eine Einschränkung für große Verkehrsachsen stellt die Mittelgebirgslandschaft dar, insbesondere der Große Heuberg.

Schiene

Der Landkreis Tuttlingen wird durch insgesamt fünf aktive Eisenbahnstrecken erschlossen. Im Einzelnen sind dies:

Im Fernverkehr ist Tuttlingen Halt der im 2-Stunden-Takt verkehrenden Intercity-Züge zwischen Stuttgart und Zürich. Direkt an den überregionalen Nahverkehr sind Aldingen, Spaichingen, Tuttlingen, Geisingen, Immendingen und Fridingen angeschlossen. Seit der Umsetzung des Ringzug-Konzepts 2003 hat sich insbesondere der Nahverkehr im Landkreis wesentlich verbessert. So besitzen heute eine Vielzahl der Gemeinden im Landkreis wieder einen eigenen Bahn-Haltepunkt und werktags wird in der Regel ein stündlicher Ringzug-Verkehr gefahren. Insgesamt gibt es so heute im Kreisgebiet 28 aktive Bahnhaltepunkte, davon alleine acht auf dem Gebiet der Stadt Tuttlingen. Für den Nahverkehr im Kreis ist der Verkehrsverbund TUTicket zuständig.

Straße

Das Kreisgebiet wird im äußersten Südwesten von der Bundesautobahn 81 StuttgartSingen (Hohentwiel) berührt. Ferner erschließen rund 90 km Bundes-, über 200 km Landes- und ca. 150 km Kreisstraßen den Landkreis. Die B 14 Stuttgart – Stockach durchzieht das Kreisgebiet von Nordwesten nach Südosten. Die B 523 verbindet Tuttlingen mit dem Oberzentrum Villingen-Schwenningen. Die durch den Landkreis führenden Bundesstraßen 31 und 311 bilden eine bedeutende Ost-Westachse (Freiburg im BreisgauUlm) in Baden-Württemberg. Und die B 491 führt über Emmingen-Liptingen nach Engen im Hegau.

Kreiseinrichtungen

Der Landkreis Tuttlingen ist Träger folgender Beruflicher Schulen: Ferdinand-von-Steinbeis-Schule (Gewerbliche Schulen) Tuttlingen, Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schulen Tuttlingen und Berufliche Schulen Spaichingen, ferner folgender Sonderschulen: Johann-Peter-Hebel-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten Tuttlingen, Sprachheilkindergarten Tuttlingen und Sprachheilschule Balgheim.

Der Landkreis Tuttlingen ist auch Träger des Klinikums Landkreis Tuttlingen mit Gesundheitszentrum Tuttlingen und Gesundheitszentrum Spaichingen. Ferner unterhält er das Kreismedienzentrum Tuttlingen und den Sozialpsychiatrischer Dienst Tuttlingen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Landkreis betreibt ein eigenes regionales ländliches Freilichtmuseum in Neuhausen ob Eck. In diesem Museumsdorf wird die ländliche Geschichte des Landkreises und der Region anschaulich dargestellt.

Seit 2004 veranstaltet der Landkreis Tuttlingen in der Reihe KreisKunstKultur eigene Kulturveranstaltungen. Außerdem wird intensiver der Große Heuberg als Region der 10 Tausender sowie weite Teile des Landkreises als „Donaubergland“ beworben (Naturpark Obere Donau, Donauberglandweg).<ref>donaubergland.de</ref> Damit soll entgegengewirkt werden, dass der Landkreis zu den unteren 15 % aller deutschen Landkreise gehört, bezogen auf die Anzahl der Übernachtungen.<ref>INSM-Regionalranking 2009: Das bundesweite Ranking, sortiert nach Gästeübernachtungen</ref>

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2014<ref>Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).</ref>)

Städte

  1. Fridingen an der Donau (3.122)
  2. Geisingen (6.042)
  3. Mühlheim an der Donau (3.569)
  4. Spaichingen (12.520)
  5. Trossingen (15.750)
  6. Tuttlingen, Große Kreisstadt (33.817)

Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Gemeindeverwaltungsverband „Donau-Heuberg” mit Sitz in Fridingen an der Donau; Mitgliedsgemeinden: Städte Mühlheim an der Donau und Fridingen an der Donau sowie Gemeinden Bärenthal, Buchheim, Irndorf, Kolbingen und Renquishausen
  2. Gemeindeverwaltungsverband „Heuberg” mit Sitz in Wehingen; Mitgliedsgemeinden: Bubsheim, Deilingen, Egesheim, Gosheim, Königsheim, Reichenbach am Heuberg und Wehingen
  3. Gemeindeverwaltungsverband Immendingen-Geisingen mit Sitz in Geisingen; Mitgliedsgemeinden: Stadt Geisingen und Gemeinde Immendingen
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Spaichingen mit den Gemeinden Aldingen, Balgheim, Böttingen, Denkingen, Dürbheim, Frittlingen, Hausen ob Verena und Mahlstetten
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Trossingen mit den Gemeinden Durchhausen, Gunningen und Talheim
  6. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Tuttlingen mit den Gemeinden Emmingen-Liptingen, Neuhausen ob Eck, Rietheim-Weilheim, Seitingen-Oberflacht und Wurmlingen

Gemeinden

  1. Aldingen (7.433)
  2. Balgheim (1.196)
  3. Bärenthal (467)
  4. Böttingen (1.400)
  5. Bubsheim (1.239)
  6. Buchheim (667)
  7. Deilingen (1.732)
  8. Denkingen (2.533)
  9. Dürbheim (1.616)
  10. Durchhausen (938)
  11. Egesheim (640)
  12. Emmingen-Liptingen (4.625)
  13. Frittlingen (2.068)
  14. Gosheim (3.829)
  15. Gunningen (705)
  16. Hausen ob Verena (758)
  17. Immendingen (6.111)
  18. Irndorf (706)
  19. Kolbingen (1.229)
  20. Königsheim (550)
  21. Mahlstetten (760)
  22. Neuhausen ob Eck (3.796)
  23. Reichenbach am Heuberg (500)
  24. Renquishausen (734)
  25. Rietheim-Weilheim (2.683)
  26. Seitingen-Oberflacht (2.323)
  27. Talheim (1.183)
  28. Wehingen (3.604)
  29. Wurmlingen (3.762)

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Der „alte“ Landkreis Tuttlingen

Vor der Kreisreform am 1. Januar 1973 bzw. vor der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Tuttlingen seit 1938 insgesamt 37 Gemeinden, darunter fünf Städte. Dabei war die Gemeinde Irrendorf vom eigentlichen Kreisgebiet räumlich getrennt. Dazwischen lag die zum Landkreis Sigmaringen gehörige Gemeinde Bärenthal.

Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Tuttlingen machte am 1. Dezember 1971 die Gemeinde Schura, die sich mit der Stadt Trossingen vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig.

1972 wurde die Gemeinde Irrendorf in Irndorf umbenannt.

Die verbliebenen Gemeinden des alten Landkreises Tuttlingen gingen am 1. Januar 1973 im neuen vergrößerten Landkreis Tuttlingen auf, lediglich Tuningen wechselte in den Schwarzwald-Baar-Kreis.

Die größte Gemeinde des alten Landkreises Tuttlingen war die Stadt Tuttlingen, die seit dem 1. April 1956 Große Kreisstadt ist. Die kleinste Gemeinde war Reichenbach am Heuberg.

Der alte Landkreis Tuttlingen umfasste zuletzt eine Fläche von 455 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 90.380 Einwohner.

In der Tabelle wird die Einwohnerentwicklung des alten Landkreises Tuttlingen bis 1970 angegeben. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.

Datum Einwohner
17. Mai 1939 55.633
13. September 1950 64.479
Datum Einwohner
6. Juni 1961 77.923
27. Mai 1970 90.380

In der Tabelle stehen die Gemeinden des alten Landkreises Tuttlingen vor der Gemeindereform. Alle Gemeinden gehören auch heute noch zum Landkreis Tuttlingen, mit Ausnahme von Tuningen, das zum Schwarzwald-Baar-Kreis gehört.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"/>

Datei:BW-AlteLandkreise-TUT.png
Landkreis Tuttlingen vor der Kreisreform
frühere Gemeinde heutige Gemeinde Einwohner
am 6. Juni 1961
Aixheim Aldingen 1.058
Aldingen Aldingen 2.937
Balgheim Balgheim 520
Böttingen Böttingen 1.044
Bubsheim Bubsheim 537
Deilingen Deilingen 1.251
Denkingen Denkingen 1.261
Dürbheim Dürbheim 1.067
Durchhausen Durchhausen 560
Egesheim Egesheim 409
Fridingen an der Donau, Stadt Fridingen an der Donau 2.109
Frittlingen Frittlingen 1.219
Gosheim Gosheim 2.219
Gunningen Gunningen 400
Hausen ob Verena Hausen ob Verena 481
Irrendorf Irndorf 673
Kolbingen Kolbingen 934
Königsheim Königsheim 419
Mahlstetten Mahlstetten 665
Mühlheim an der Donau, Stadt Mühlheim an der Donau 1.825
Nendingen Tuttlingen 1.863
Neuhausen ob Eck Neuhausen ob Eck 1.178
Oberflacht Seitingen-Oberflacht 538
Reichenbach am Heuberg Reichenbach am Heuberg 368
Renquishausen Renquishausen 497
Rietheim Rietheim-Weilheim 1.009
Schura Trossingen 638
Seitingen Seitingen-Oberflacht 800
Spaichingen, Stadt Spaichingen 6.953
Stetten an der Donau Mühlheim an der Donau 642
Talheim Talheim 917
Trossingen, Stadt Trossingen 9.220
Tuningen Tuningen 1.689
Tuttlingen, Große Kreisstadt Tuttlingen 24.810
Wehingen Wehingen 2.079
Weilheim Rietheim-Weilheim 652
Wurmlingen Wurmlingen 2.482

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen TUT zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Einzelnachweise

<references />

Literatur

Weblinks

Commons Commons: Landkreis Tuttlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien