Kirn


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25px Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kirn (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kirn
49.7866666666677.4575190Koordinaten: 49° 47′ N, 7° 27′ O{{#coordinates:49,786666666667|7,4575|primary
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  }}
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Höhe: 190 m ü. NHN
Fläche: 16,53 km²
Einwohner: 8184 (31. Dez. 2014)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-RP">Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014; (Hilfe dazu).</ref>
Bevölkerungsdichte: 495 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55606
Vorwahl: 06752
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 052
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchstraße 3
55606 Kirn
Webpräsenz: www.kirn.de
Bürgermeister: Martin Kilian
Lage der Stadt Kirn im Landkreis Bad Kreuznach

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Datei:Panorama-Foto von Kirn.jpeg
Kirn vom Loh aus gesehen
Datei:Panorama of Kirn, Germany.jpg
Kirn von der Kyrburg aus gesehen

Kirn ist eine Stadt mit 8.184 Einwohnern auf 16,53 km² an der Nahe im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Kirn ist Sitz der Verbandsgemeinde Kirn-Land, der die Stadt selbst als verbandsfreie Gemeinde aber nicht angehört. Die Ortsteile Kirn-Sulzbach, dreieinhalb Kilometer flussaufwärts im Nahetal, sowie Kallenfels, am Fuße der gleichnamigen Burgruine, gehören seit 1969 zur Stadt Kirn. Kirn ist zentraler Ort für einen Bereich an der Nahe und im Hunsrück.

Landschaft

Die Landschaft wird geprägt durch das Nahetal und das tief in den Lützelsoon eingeschnittene Tal des Hahnenbachs. Die Talsohlen sind teilweise dicht besiedelt, wohingegen die steilen Hänge im oberen Bereich größtenteils unbebaut und bewaldet sind. An mehreren Stellen ragen frei stehende, bis zu 30 Meter hohe, Quarzitfelsen über die Baumkronen heraus. Besonders markant sind die Oberhauser Felsen, der Kallenfels und die Wehlenfelsen nördlich der Stadt. Die beschauliche Innenstadt wird vom im Hunsrück entspringenden Hahnenbach durchflossen, der wenig später in die Nahe mündet. Das Stadtbild wird geprägt von dem oberhalb des Zentrums gelegenen Steinbruch, der sich bis zur östlichen Stadtgrenze erstreckt.

Klima

Der Jahresniederschlag beträgt etwa 540 mm. Die Niederschläge liegen im Lee des umliegenden Berglandes unterhalb der in Deutschland erfassten mittleren Werte. Die trockensten Monate sind Februar und März, die meisten Niederschläge fallen im August. Insgesamt sind die Niederschläge recht gleichmäßig übers Jahr verteilt.

Geschichte

Die im Schnittpunkt wichtiger alter Handelsstraßen (Keltenweg Nahe–Mosel Naheschifffahrt und Höhenweg Soonwaldsteig) an der mittleren Nahe gelegene Stadt hat sich aus einer vorgeschichtlichen Siedlung entwickelt. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Kyrbach her (Oberlauf des Hahnenbaches) und dem keltischen Wort Kyr („Wasser“) ab, könnte aber auch parallel zum ahd./mhd. Synonym für Mühle (Kere, Kire → Kern, Kirn) entstanden sein. Durch die Lage am Hahnenbach und an der Nahe war Kirn mit Wasser und durch Wasserkraft angetriebene Getreidemühlen stets reich gesegnet. Beide Gewässer waren außerdem wichtig als Transportweg, zum Gerben des Leders, für den Fischfang, aber auch für Tierzucht und Landwirtschaft und zum Bierbrauen.

Die erste urkundliche Erwähnung Kirns als Chira (ähnlich Kirchberg als Chiriperg) geht auf das Jahr 841 zurück und findet sich in Urkunden des Klosters Fulda. Im 10. Jh. setzten die Salier als Grafen im Nahegau die Emichonen als ihre Untergrafen ein: Beamte, welche die Gerichtsbarkeit ausübten, den Heerbann anführten, die Polizeigewalt besaßen und die königlichen Besitzungen verwalteten. Nach einer auf dem Kyrberg errichteten Burg nannte sich eine Linie dieses Geschlechts in den Jahren nach 1100 Wildgrafen von Kyrburg. Von hier aus verwalteten sie ihre ausgedehnten Güter zwischen Mosel und Pfrimm.

Nach dem Aussterben der Wildgrafen ging die Grafschaft bis 1408 vollständig an die Rheingrafen über, die sich seitdem Wild- und Rheingrafen nannten. Mit dem ersten Tag des 17. Jahrhunderts wurde die Leibeigenschaft der Kirner durch ihre Herren, die Rheingrafen Otto und Adolph Heinrich, gegen eine Entschädigung von 4000 Gulden aufgehoben. Damit war Kirn die erste Stätte eines freien Bürgertums in der Rheingrafschaft.<ref>Das malerische und romantische Nahe-Thal und die Rhein-Nahe-Eisenbahn, 2. Auflage, Verlag R. Voigtländer, Kreuznach, 1872</ref> Bis zur Annexion durch Frankreich 1794 war Kirn Hauptort jener Wild- und Rheingrafen, die in den letzten Jahrzehnten ihrer Herrschaft mehrere erhalten gebliebene prachtvolle Gebäude im Zentrum der Stadt errichten ließen. Nach dem Ende der französischen Herrschaft wurde Kirn 1815 Teil der preußischen Rheinprovinz. Stadtrechte erhielt es erst im Jahre 1857.

In der Kirner Gegend trieb Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, sein Unwesen. Er wurde 1796 in Kirn verhaftet und erhielt eine Prügelstrafe, konnte aber schon in der ersten Nacht fliehen. Ein Jahr später pflegte Bückler mit der Moselbande wieder seine Kontakte nach Kirn. Von Frühjahr bis Winter 1797 begingen Philipp Ludwig Ernst Mosebach, der Anführer, Bückler, Hannjörg von Lanscheid, Jakob Fink, Johann Niklas Nagel und Johann Niklas Nau zahlreiche Viehdiebstähle. 47 Hammel aus diesen Viehdiebstählen kaufte allein der Metzger Franz Andres aus Kirn.<ref>Udo Fleck, Diebe-Räuber-Mörder. Studie zur kollektiven Deliquenz rheinischer Räuberbanden an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Diss. Trier 2003, , S. 53 f.</ref>

Am 7. Juni 1969 wurden die beiden zuvor selbständigen Gemeinden Kallenfels und Kirnsulzbach eingemeindet.<ref>Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 182 (PDF; 2,6 MB)</ref>

Politik

Stadtrat

Stadtratswahl 2014 <ref name ="wahl2014" />
Wahlbeteiligung: 50,2 % (2009: 48,5 %)
Gewichtetes Ergebnis
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,8 %
25,9 %
13,9 %
6,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+6,6 %p
+1,6 %p
-9,1 %p
+0,9 %p
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Der Stadtrat in Kirn besteht aus 24 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:<ref name ="wahl2014">Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen</ref>

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2014 13 6 3 2 24 Sitze
2009 11 6 6 1 24 Sitze
2004 11 9 2 2 24 Sitze
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Kirner Land e.V.

Städtepartnerschaften

Sehenswürdigkeiten

Datei:Katholische Kirche Kirn.jpg
Blick vom rechten Naheufer auf die Katholische Kirche Kirns; davor (rechts) der Bahnhof

Evangelische Kirche

Datei:SIMG 0869.jpg
Blick von der Kyrburg auf Rathaus (links) und evangelische Kirche (rechts)
Die neugotische, ursprünglich dem Hl. Pankratius geweihte evangelische Hallenkirche mit spätgotischem Chor und romanischem Turm aus dem 11. und 12. Jahrhundert wurde 1992/1993 wieder in ihrer ursprünglichen Form und Innenausstattung instand gesetzt. Im Innern befinden sich mehrere sehenswerte Grabmale der Wild- und Rheingrafen. Zwischen 1681 und 1892 diente die Kirche beiden Konfessionen als Simultankirche. Während dieser Phase trennte eine Mauer den vorderen evangelischen Teil vom hinteren Chorraum, der der katholischen Gemeinde vorbehalten war. Nach dem verheerenden Hochwasser von 1875 wurde ein teilweiser Neubau der Kirche notwendig; die katholische Gemeinde entschloss sich aus diesem Anlass zum Bau einer eigenen Kirche am Halmer Weg.

Fürstliche Kellerei

Das fürstliche Kellereigebäude entstand um 1771 im Auftrag des Fürsten Dominik von Salm-Kyrburg. Das hufeisenförmige Gebäude, dessen Front das noch im Original erhaltene Wappen der Fürstenfamilie ziert, wurde durch den Baumeister Johann Thomas Petri aus Schneppenbach errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1990 beherbergte das Gebäude eine Fruchtsaftkelterei. Nach mehrjährigem Leerstand wurden der linke Gebäudeflügel mit dem Hauptportal 2005 zu einem Hotel mit Restaurant umgebaut. Die restlichen Gebäudeteile dienen Wohnzwecken.

Kyrburg

Das Wahrzeichen Kirns ist die oberhalb der Stadt gelegene Kyrburg.

Rathaus

Das heutige Rathaus entstand in den Jahren 1752 bis 1771. Der Baumeister Johann Thomas Petri errichtete hier wiederum im Auftrag des Fürsten Dominik ein Piaristenkolleg, das als solches allerdings nur wenige Jahre genutzt wurde. Später diente das Gebäude über ein Jahrhundert als Progymnasium bzw. Realschule, bevor es 1938 von der Stadtverwaltung bezogen wurde. Die ehemalige Klosterkapelle beheimatet heute den Sitzungssaal. Zu dem Gebäude gehört ein Pavillon, der ursprünglich in der weitläufigen Gartenanlage stand. Heute befindet sich das achteckige Gebäude auf der rechten Seite des Hahnenbachs am Marktplatz.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Siehe auch:

Touristisches

Kirn ist Ausgangspunkt von Hunsrück Schiefer- und Burgenstraße, Soonwaldsteig, Keltenweg Nahe–Mosel und Lützelsoon-Radweg sowie Etappe des Nahe-Hunsrück-Mosel-Radwegs.

Wirtschaft

Verkehr

Kirn ist über die B 41 mit Saarbrücken und Mainz verbunden. Über den Hunsrück und zur Mosel führt die Landesstraße 184. Über die Schiene kann man ab Kirn über die Bahnstrecke Bingen-Saarbrücken fahren. Die Fahrtzeit mit den stündlich verkehrenden Regionalexpress-Zügen nach Saarbrücken beträgt eine gute Stunde. Nach Mainz kommt man ebenfalls stündlich in knapp einer Stunde, jeder zweite Zug von und nach Frankfurt am Main ist mit Halt am Flughafen durchgebunden. Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist etwa 30 km oder eine knappe halbe Autostunde von Kirn entfernt.

Marktort

Kirn war aufgrund seiner zentralen geographischen Lage schon immer ein lebendiger Marktstandort. Bis heute haben sich, neben den Krammärkten am jeweils ersten Montag im Monat, zwei herausragende Märkte erhalten: der Andreasmarkt – er feierte im Jahr 2000 seinen 300. Geburtstag – am letzten Wochenende im November und der Thomasmarkt am 2. Samstag im Dezember. Die Märkte stellen in und für Kirn eine große Attraktion dar und ziehen viele Besucher aus der Region an. Auf dem Handwerker- und Bauernmarkt im Oktober präsentieren Kleinbetriebe aus dem Kirner Land ihre handgefertigten Waren und bieten sie zum Kauf an. Jeweils mittwochs und samstags trifft sich die Kirner Bevölkerung auf dem Wochenmarkt.

Unternehmen

Kirn ist deutschlandweit als „Stadt des Leders“ bekannt. Heute sind von den ehemals großen Lederfabriken zumeist nur die Firmensitze vor Ort verblieben. Infolge von Produktionsverlagerungen in Niedriglohnländer sind in der Lederproduktion und -verarbeitung in Kirn nur noch wenige Arbeitnehmer beschäftigt. Weltbekannt von den noch existierenden Lederwarenfabriken sind die Müller & Meirer Lederwarenfabrik GmbH (örtlich bezeichnet als „Müller Hein“; Markenname: Maître) und die Braun GmbH & Co. KG (örtliche Bezeichnung und Markenname: Braun Büffel).<ref>Kirn – die alte Stadt des Leders. kreiselkunst.com. Abgerufen am 17. Juli 2011.</ref>

In ganz Rheinland-Pfalz bekannt ist die Stadt auch durch die örtliche Brauerei und deren Bier: KIRNER Pils. Größter Arbeitgeber in Kirn ist die SIMONA AG, ein weltweit agierender Hersteller und Vertreiber von thermoplastischen Kunststoffhalbzeugen, der ursprünglich auch aus der Lederbranche stammte. Weitere wichtige Wirtschaftszweige bilden die Holzverarbeitung, der Anlagenbau, die Hartstein-, Verpackungs- und die Kfz-Zulieferindustrie. Zahlreich vertreten sind ferner kleine und mittelgroße Handwerks- und Handelsbetriebe. In den letzten Jahren hat der Tourismus an Bedeutung gewonnen.

Medien

In Kirn erscheint als Lokalzeitung der Oeffentliche Anzeiger (bis 2014 Kirner Zeitung, Lokalausgabe der Rhein-Zeitung, Koblenz). Aus Kirn berichtet außerdem die Allgemeine Zeitung (Ausgabe Bad Kreuznach) (Verlagsgruppe Rhein Main, Mainz), die allerdings nicht mehr mit einer Lokalredaktion vor Ort vertreten ist.

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

Die Angebote im Bildungsbereich sind gemessen an Kirns Einwohnerzahl sehr umfassend. Neben fünf Kindertagesstätten und zwei Grundschulen gibt es eine städtische Hauptschule, die ab 1. August 2011 in eine Realschule plus umgewandelt wurde, ein staatliches Gymnasium (Gymnasium Kirn), eine Realschule und die „Wilhelm-Dröscher-Schule“ für Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Förderbedarf. Die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Bad Kreuznach sind mit den Zweigen Mechanik, Gewerbe, Hauswirtschaft, Wirtschaft und Verwaltung in Kirn vertreten. Das Angebot der Volkshochschule und der Musikschule, beide im städtischen Gesellschaftshaus untergebracht, runden das Bildungsangebot ab.

Kultur- und Freizeit

Im Gesellschaftshaus, 1879 durch das Lederunternehmen Carl Simon & Söhne im klassizistischen Baustil errichtet, finden das ganze Jahr über Konzert-, Kabarett- und Theaterveranstaltungen der Kulturinitiative Kirn statt. Zweimal jährlich verwandelt sich der bis zu 500 Personen fassende Saal in eine Ausstellungshalle, in der jeweils für zwei Wochen Gemälde und Skulpturen zumeist heimischer Künstler gezeigt werden.

Nach intensiven Umbauten wurde das Familienfreizeitbad „Jahnbad“ im Frühjahr 2002 wiedereröffnet. Neben dem 50 m langen Hauptbecken gibt es seitdem ein Freizeitbecken mit Rutsche, Strömungskanal und Massageliegen sowie ein Kinderbecken mit geringer Wassertiefe und kleiner Rutsche.

Die Kirner Stadtbücherei befindet sich seit Januar 2002 im Wilhelm-Dröscher-Haus am linken Ufer des Hahnenbachs. Auf einer Fläche von 145 Quadratmetern stehen Lesern etwa 5.800 Bücher zur Verfügung. Thematische Schwerpunkte bilden neben der Belletristik vor allem die Kinder- und Jugendliteratur.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung wird durch das Krankenhaus der „kreuznacher diakonie“, zahlreiche niedergelassene Allgemein- und Fachmediziner sowie fünf Apotheken gewährleistet. Für Senioren gibt es vor Ort zwei Altenheime in kirchlicher Trägerschaft.

Dialekt

Das „Kirner Platt“ gehört zur Familie der Rheinfränkischen Dialekte. Die Sprachgrenze zum Moselfränkischen (dat-das-Linie) verläuft nördlich von Kirn.<ref>Carl Kirchberg, Laut und- Flexionslehre der Mundart von Kirn a.d. Nahe mit Berücksichtigung der näheren Umgebung. Straßburg 1906, S. 1-4.</ref>

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Schinderhannes

  • Der in Deutschland legendäre Räuberhauptmann Schinderhannes alias Johannes Bückler hat sich oft in Kirn und Umgebung aufgehalten. 1796 stahlen er und Komplizen um Kirn mehrfach Hammel, die sie an eine Kirner Metzgerei verkauften. Für andere Delikte wurde er mit 25 Stockhieben auf dem Marktplatz bestraft. Am 10. Dezember 1796 wurde er gefasst und im Verlies des Kirner Rathaus eingesperrt, entkam aber noch in der gleichen Nacht über das Dach. Am 22. Dezember 1797 amüsierte er sich auf dem Kirner Christkindchen-Markt und beging wenig später in Hundheim seinen ersten Mord <ref>Aus den Gerichtsakten des Schinderhannes</ref>.

Literatur

  • Bernd Brinken, Gerd Danco: Kirn, Weidlich, Frankfurt 1983 (3. Aufl.).
  • Ulrich Hauth: Die Stadt Kirn und ihr Umland, erschienen in der Reihe: Heimatkundliche Schriftenreihe des Landkreises Bad Kreuznach. Bd. 34, 2006.

Weblinks

Commons Commons: Kirn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />