Pfaffen-Schwabenheim
Wappen | Deutschlandkarte | ||||||
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Wappen der Ortsgemeinde Pfaffen-Schwabenheim |
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dim= | globe= | name= | region=DE-RP | type=city
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Basisdaten | |||||||
Bundesland: | Rheinland-Pfalz | ||||||
Landkreis: | Bad Kreuznach | ||||||
Verbandsgemeinde: | Bad Kreuznach | ||||||
Höhe: | 144 m ü. NHN | ||||||
Fläche: | 5,18 km² | ||||||
Einwohner: | 1277 (31. Dez. 2014)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-RP">Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014; (Hilfe dazu).</ref> | ||||||
Bevölkerungsdichte: | 247 Einwohner je km² | ||||||
Postleitzahl: | 55546 | ||||||
Vorwahl: | 06701 | ||||||
Kfz-Kennzeichen: | KH | ||||||
Gemeindeschlüssel: | 07 1 33 078 | ||||||
Adresse der Verbandsverwaltung: | Rheingrafenstraße 2 55543 Bad Kreuznach | ||||||
Webpräsenz: | |||||||
Ortsbürgermeister: | Hans-Peter Haas (CDU) | ||||||
Lage der Ortsgemeinde Pfaffen-Schwabenheim im Landkreis Bad Kreuznach | |||||||
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Pfaffen-Schwabenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach an.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Pfaffen-Schwabenheim ist – wie alle rheinhessischen Orte mit der Endung -heim – eine fränkische Gründung des 5./6. Jahrhunderts. Von Suaboheim gibt es im Lorscher Kodex vier Schenkungsurkunden (Nr. 1917 – 1920)<ref>Karl Josef Minst: Lorscher Codex III, 1970</ref> aus der Zeit um 770 bis 836 jedoch ohne weiteren Zusatz zur Unterscheidung zwischen Pfaffen-Schwabenheim und Schwabenheim an der Selz. Dies erfolgte erst 1248, wobei die Augustiner-Chorherren namensgebend waren, die nach 1130 vom Mainzer Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken in das um 1040 von dem Seligen Eberhard VI. von Nellenburg mitgegründete Kloster eingesetzt wurden, so dass das Augustiner-Chorherrenstift Pfaffen-Schwabenheim entstand. Um 1120 kam der Ort als Mitgift der nellenburgischen Erbin Mechtild von Mörsberg an die Grafschaft Sponheim. Nach der Hausteilung von 1220 gehörte es zur Grafschaft Sponheim-Kreuznach, die - von dem imaginären Standort Mainz aus betrachtet - auch als die vordere Grafschaft Sponheim bezeichnet wird. Nach dem Aussterben der Grafen von Sponheim-Kreuznach im Jahre 1414 fiel es an die Grafschaft Sponheim-Starkenburg. Als 1437 auch die starkenburgische Linie ausstarb, kam Pfaffen-Schwabenheim an ein Kondominium der Markgrafschaft Baden und der Grafen von Veldenz. Letztere wurden 1444 vom Haus Pfalz-Simmern beerbt, das 1559 auch noch die Kurwürde erbte und 1685 ausstarb. Nach dem Ende des verheerenden Pfälzischen Erbfolgekriegs 1697 ließ die neue Kurlinie Pfalz-Neuburg im Zuge ihrer Rekatholisierungspolitik in Pfaffen-Schwabenheim die heute größte unverändert erhaltene barocke Klosteranlage in Rheinland-Pfalz errichten. Nach der Aufteilung des Kondominiums zwischen Baden und Kurpfalz 1707 gehörte Pfaffen-Schwabenheim mit dem Oberamt Kreuznach vollständig zur Kurpfalz. Nach der Französischen Revolution wurde der Ort 1792 im Zuge der Koalitionskriege von den Franzosen besetzt und 1797 dem Département du Mont-Tonnerre (Donnersberg) dem französischen Staatsgebiet einverleibt.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Pfaffen-Schwabenheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen</ref>
Wahl | SPD | CDU | FWG | Gesamt |
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2014 | 7 | 7 | 2 | 16 Sitze |
2009 | 5 | 7 | 4 | 16 Sitze |
2004 | 4 | 7 | 5 | 16 Sitze |
- FWG = Freie Wählergruppe Pfaffen-Schwabenheim e.V.
Wappen
Die Blasonierung des Wappens lautet: „In geteiltem Schild, oben in Silber die Halbfigur eines Augustiner-Mönches in Vorderansicht, beiderseitig begleitet von einem grünen Weinstock, unten in Blau und Gold geschachtet“.
Es wurde 1953 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium genehmigt. Die Farben Blau und Gold entstammen den Grafen von Sponheim. Der Mönch verweist auf das Kloster, das bis 1802 im Ort bestand.
Vereine
- Im Ort ist die Fördergemeinschaft Kirchen, Klosteranlagen und Kulturdenkmäler engagiert, die sich um die Erhaltung, Pflege und Belebung ihrer Kulturdenkmäler wie der evangelischen Kirche, der katholischen Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt mit ihrem Augustiner Chorherrenstift und zahlreicher denkmalgeschützter Häuser kümmert.
- Freiwillige Feuerwehr Pfaffen-Schwabenheim
- Theaterverein Klosterbühne Pfaffen-Schwabenheim e.V.
Wirtschaft und Infrastruktur
Weinbau
Pfaffen-Schwabenheim gehört zum „Weinbaubereich Bingen“ im Anbaugebiet Rheinhessen. Im Ort sind 16 Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 160 Hektar. Etwa 80 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007). Im Jahre 1979 waren noch 56 Betriebe tätig, die damalige Rebfläche betrug 141 Hektar.<ref name="Landesamt">Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Infothek</ref>
Verkehr
- Pfaffen-Schwabenheim liegt unweit der B 50 und der A 61. Die früher nach Bad Kreuznach führende Straßenbahn wurde 1952 stillgelegt.
- Im nahegelegenen Sprendlingen ist ein Bahnhof der Rheinhessenbahn.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Johann Eibach (1859–1936), Abgeordneter der 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen und Bürgermeister von Pfaffen-Schwabenheim
- Ramona Diegel, Rheinhessische Weinkönigin 2012/2013 und Deutsche Weinprinzessin 2013/14
Literatur
- Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart, Gießen 1905, S. 385–388. - Die Angaben zur Ersterwähnung stehen im Widerspruch zu den Lorscher Schenkungsurkunden.
Siehe auch
- Liste der Kulturdenkmäler in Pfaffen-Schwabenheim
- Augustiner-Chorherrenstift Pfaffen-Schwabenheim
- Stiftskirche (Pfaffen-Schwabenheim)
Weblinks
- Pfaffen-Schwabenheim
- Fördergemeinschaft Kirchen, Klosteranlagen und Kulturdenkmäler
- Theaterverein Klosterbühne Pfaffen- Schwabenheim, Laienspieltheater
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Einzelnachweise
<references />