Neukirchen (Nordfriesland)
Wappen | Deutschlandkarte | ||||||
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Wappen der Gemeinde Neukirchen |
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dim= | globe= | name= | region=DE-SH | type=city
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Basisdaten | |||||||
Bundesland: | Schleswig-Holstein | ||||||
Kreis: | Nordfriesland | ||||||
Amt: | Südtondern | ||||||
Höhe: | 0 m ü. NHN | ||||||
Fläche: | 31,58 km² | ||||||
Einwohner: | 1181 (31. Dez. 2014)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-SH">Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).</ref> | ||||||
Bevölkerungsdichte: | 37 Einwohner je km² | ||||||
Postleitzahl: | 25927 | ||||||
Vorwahl: | 04664 | ||||||
Kfz-Kennzeichen: | NF | ||||||
Gemeindeschlüssel: | 01 0 54 086 | ||||||
Adresse der Amtsverwaltung: | Marktstraße 12 25899 Niebüll | ||||||
Webpräsenz: | |||||||
Bürgermeister: | Peter Ewaldsen (AWG) | ||||||
Lage der Gemeinde Neukirchen im Kreis Nordfriesland | |||||||
Neukirchen (dänisch: Nykirke, friesisch: Naischöspel, plattdeutsch Niekarken) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Seebüll – ehemals Wohnort des Malers Emil Nolde – ist ein Ortsteil von Neukirchen.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Neukirchen wurde erstmals 1231 im Waldemar-Erdbuch als Kirchdorf erwähnt. Die St.-Johannes-Kirche wurde kurz vorher auf einer alten Warft als spätromanische Backsteinbau errichtet. Nach dem Vorbild des Riber Doms erhielt sie wenig später ein frühgotisches Gewölbe. Neben Resten verschiedener mittelalterlicher Wandmalereien besitzt die Kirche einen Taufstein, der vielleicht noch älter ist als die Kirche, eine Darstellung des thronenden Christi inmitten der Apostel aus dem 14. Jahrhundert, einen spätgotischen Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert und eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Der hölzerne Glockenturm stammt von 1731.<ref>Beschreibung der Kirche (mit Glockengeläut)</ref>
Bei der Eindeichung der Wiedingharde 1436, dem Bau des sogenannten Goldenen Rings, blieb das auf Warften liegende Dorf außen vor. Erst die Eindeichung des Gotteskooges 1566 brachte dauernden Schutz vor dem Meer.
Neukirchen war ab 1889 bis 1967 Verwaltungssitz des Amtsbezirks bzw. Amtes Neukirchen und danach bis zum 30. September 2005 des Amtes Wiedingharde.
Politik
Gemeindevertretung
Von 13 Sitzen der Gemeindevertretung hatte die Wählergemeinschaft AWG seit der Kommunalwahl 2008 sechs, die CDU und die SPD je drei und der SSW einen. Bei den Wahlen am 26. Mai 2013 erhielten die AWG 39,6 Prozent, die CDU 25,0 Prozent, die SPD 22,4 Prozent, der SSW 10,0 Prozent und die Wählergruppe NfWGN 3,0 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Sitzverteilung blieb unverändert. Die Wahlbeteiligung betrug zuletzt 50,3 Prozent.<ref>http://regisafe.amt-suedtondern.de/KW2013/Neukirchen.html</ref>
Bürgermeister
Seit 1986 ist Peter Ewaldsen (AWG) Bürgermeister. Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde er wiedergewählt.<ref Name="shz"> Einstimmige Personalentscheidungen Husumer Nachrichten vom 20. Juli 2013, abgerufen am 20. Juli 2013</ref>
Wappen
Blasonierung: „Unter rotem, mit einem goldenen Balken nach unten abschließendem Schildhaupt, darin ein rechtsgewendeter goldener Mond zwischen zwei sechsstrahligen goldenen Sternen in Blau ein einmastiges goldenes Segelschiff mit viereckigem Segel, dessen Kiel, Steuerruder und seitliches Schwert teilweise unter der Wasserlinie verschwinden.“<ref>Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein</ref>
Die Sterne und die Mondsichel sind dem Wappen der Wiedingharde entnommen. Der goldene Balken steht für den „Goldenen Ring“, den Deich des Wiedingharder Alten Kooges, der das Gemeindegebiet teilt. Das Segelschiff stellt ein stilisiertes „Hemsenboot“, lange Zeit das Hauptverkehrsmittel im Gotteskoog, dar. Die Farbgebung ist mit Gold, Rot und Blau traditionell nordfriesisch.
Kultur
Emil Nolde
Auf einer Warft errichtete Emil Nolde ein Wohngebäude mit Atelier und Ausstellungsräumen, das er – wie den Garten – selbst entworfen hatte und das er „Seebüll“ nannte. In diesem Gebäude lebte und arbeitete er von 1927 bis zu seinem Tod 1956. Nach seinem Tod wurde Seebüll in die Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde umgewandelt und – wie in Noldes Testament verfügt – als Museum genutzt. Haus und Garten sind weitgehend unverändert.
Skandaløs Festival
Am Badeteich Hülltofter Tief findet seit 2013 jedes zweite Jahr im August das Skandaløs Festival statt, ein Musik- und Kunstfestival.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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