Bundesautobahn 620
Die Bundesautobahn 620 (Abkürzung: BAB 620) – Kurzform: Autobahn 620 (Abkürzung: A 620) – beginnt am Autobahndreieck Saarlouis und verläuft an Völklingen und Saarbrücken vorbei bis zum Dreieck Saarbrücken. Die Autobahn erfüllt dabei verschiedene Aufgaben: Zum einen dient sie als Teilstück der Verbindung zwischen Luxemburg und Saarbrücken (und von dort weiter zur A 6), zum anderen ist sie eine Umfahrungsstrecke für viele Ortsdurchfahrten entlang der mittleren Saar. Zudem fungiert das süd-östliche Teilstück der A 620 als Stadtautobahn für Saarbrücken. Die A 620 ist durchweg vierstreifig ausgebaut, über weite Strecken fehlen jedoch Standstreifen auf beiden Seiten.
Von der A 620 ist zwischen den Anschlussstellen Völklingen-Geislautern und Völklingen-Zentrum eine gute Aussicht auf das Weltkulturerbe Völklinger Hütte möglich. Dadurch, dass die Trasse im Stadtgebiet von Saarbrücken fast ausschließlich in der ehem. unbebauten Flussaue verläuft, wird sie bei einem Hochwasserstand der Saar über 3,90 m zwischen Bismarck- und Wilhelm-Heinrich-Brücke regelmäßig (etwa ein- bis zweimal jährlich für mindestens zwei Tage) überflutet. Aus diesem Grund wird die A 620 in diesem Bereich auch scherzhaft Nebenfluss der Saar mit 13 Buchstaben (= Stadtautobahn) genannt.
Inhaltsverzeichnis
Baugeschichte
Die Bauarbeiten für diesen Abschnitt wurden 1961 begonnen und 1963 fertiggestellt. Die Eröffnung der A 620 erfolgt am 14. Dezember 1963 – bis dato hieß sie B 406. An diesem Tage wurde auch das Teilstück der A 6 zwischen St. Ingbert und Saarbrücken für den Verkehr freigegeben. Um den Bau der A 620 durch die Innenstadt von Saarbrücken an der Saar entlang zu ermöglichen, wurde die vordere – jüngere – Schlossmauer des Saarbrücker Schlosses abgerissen und eine dahinter befindliche, die noch von der mittelalterlichen Burganlage stammt, bis auf Bodenniveau freigegraben, dadurch gewann man ca. 20 m Gelände für die Trasse. Die bis dato an die vordere Mauer anbindende Alte Brücke war dadurch „zu kurz” geworden, die neuentstandene Lücke über der neuen Autobahn wurde durch eine stählerne Fußgängerbrücke (im Volksmund „Flaschenhals“ genannt) überspannt.
Ein Kuriosum befand sich zwischen den Anschlussstellen Saarlouis-Lisdorf und Wadgassen: Eine ehem. dort vorhandene Behelfsbrücke über die Autobahn machte es erforderlich, dass die Autobahn einer engen Kurvenkombination folgen musste und nur eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erlaubte. Im Rahmen der Umbauarbeiten wegen des Neuanschlusses der B 269 (Bous (Saar)/Ensdorf (Saar) und Frankreich) ist diese „Schikane“ seit Februar 2007 nicht mehr vorhanden. An dieser Stelle wurde die AS Ensdorf mit einem Brückenneubau über die Saar zur B 51 hin und einer Tangente zur B 269, die in Richtung Überherrn und weiter über die Grenze nach Frankreich verläuft, Mitte 2008 fertiggestellt. Die konkreten Planungen hierfür existierten bereits seit Mitte der 1980er Jahre.
Städtebauliche Planungen
Im Zuge des Projektes Stadtmitte am Fluss gab es Planungen, die Autobahn in Saarbrücken im Bereich zwischen Bismarck- und Luisenbrücke durch einen Tunnel zu führen. Dies hätte zum einen städtebauliche, aber auch verkehrstechnische Vorteile gehabt: Einerseits wegen der regelmäßigen Hochwassersperrungen, andererseits wären der Lärm und die Abgase, die durch die Autobahn entstehen, in den Tunnel verbannt worden. Durch einen Tunnel wären die Sperrungen weitgehend vermieden worden. Das Vorhaben wurde aber 2013 aus Kostengründen und wegen Widerstands aus der Bevölkerung auf unbestimmte Zeit vertagt.<ref>Stadtmitte am Fluss in Saarbrücken jetzt doch ohne Tunnel (abgerufen am 7. August 2014)</ref>
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Einzelnachweise
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