Nörtershausen
Wappen | Deutschlandkarte | ||||||
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Wappen der Ortsgemeinde Nörtershausen |
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dim= | globe= | name= | region=DE-RP | type=city
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Basisdaten | |||||||
Bundesland: | Rheinland-Pfalz | ||||||
Landkreis: | Mayen-Koblenz | ||||||
Verbandsgemeinde: | Rhein-Mosel | ||||||
Höhe: | 365 m ü. NHN | ||||||
Fläche: | 5,66 km² | ||||||
Einwohner: | 1115 (31. Dez. 2014)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-RP">Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014; (Hilfe dazu).</ref> | ||||||
Bevölkerungsdichte: | 197 Einwohner je km² | ||||||
Postleitzahl: | 56283 | ||||||
Vorwahlen: | 02605 / 06742 | ||||||
Kfz-Kennzeichen: | MYK, MY | ||||||
Gemeindeschlüssel: | 07 1 37 219 | ||||||
Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | ||||||
Adresse der Verbandsverwaltung: | Bahnhofstraße 44 56330 Kobern-Gondorf | ||||||
Webpräsenz: | |||||||
Ortsbürgermeister: | Paul Kreber (CDU) | ||||||
Lage der Ortsgemeinde Nörtershausen im Landkreis Mayen-Koblenz | |||||||
Nörtershausen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel an, die ihren Verwaltungssitz in Kobern-Gondorf hat.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Nörtershausen liegt auf einem Höhenrücken des Vorderhunsrücks (auch Moselhunsrück genannt), im Hinterland der Burg Thurant bei Alken an der Mosel. Zu dem Ort gehören die Höfe Wildenbungert und Bauhof. Der Ortsteil Pfaffenheck liegt östlich, ca. 2 km entfernt, an der Hunsrückhöhenstraße B 327. Fast parallel zu der Bundesstraße verläuft hier die Autobahn A 61. In der Gemarkung von Paffenheck entspringen der Aspeler Bach, der in Niederfell- und der Alkener Bach, der in Alken in die Mosel mündet.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Nörtershausen erfolgte am 20. April 1324. Katharina von Brodenheim, Witwe des Ritters Heinrich zu Ehrenberg, stiftete ein Haus und stellte die Kapelle zu Nörtershausen wieder her. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Nörtershausen mehreren Herrschaften, die Rechte an - und Einkünfte von verschiedenen Höfen hatten. Das St. Simeonstift zu Trier und die verschiedenen Herren der Ehrenburg erscheinen in den Lehens- und Pachturkunden besonders häufig.
Der Ortsteil Pfaffenheck wurde erstmals am 1. Mai 1343 urkundlich erwähnt. Ein Waldstück mit dem Namen Pfaffenheck wird als ursprünglich kirchlicher Besitz ausgewiesen. Nach diversen Verlehnungen und Verfügungsrechtsänderungen schlossen die Gemeindeleute von Nörtershausen mit den Stiftsherren von Mayen einen Pachtvertrag über die Nutzung der Pfaffenheck.
Seit dem späten Mittelalter gehörte Nörtershausen zum Amt Alken der Propstei Münstermaifeld, bzw. dem kurtrierischen Oberamt Münstermaifeld. Lehens- und Schutzrechte an Nörtershausen sind sowohl von Kurtrier als auch Kurköln für das 15. und 16. Jahrhundert überliefert.
In der napoleonischen Zeit ab Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Ort Teil der Mairie Niederfell im Canton Boppard. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Nörtershausen eine zur Bürgermeisterei Brodenbach gehörende Gemeinde im damals neu gebildeten Kreis St. Goar. Ende der 1960er Jahre wurden in einer Verwaltungsreform Amt und Kreis aufgelöst. Nörtershausen wurde als eigenständige Gemeinde der Verbandsgemeinde Untermosel im Landkreis Mayen-Koblenz zugeordnet, die 2014 aufgelöst wurde.
- Statistik zur Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Nörtershausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:<ref name="regionaldaten">Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten</ref>
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Gemeinderat
Der Gemeinderat in Nörtershausen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen</ref>
Wahl | CDU | FWG | Gesamt |
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2014 | 7 | 9 | 16 Sitze |
2009 | 7 | 9 | 16 Sitze |
2004 | 9 | 7 | 16 Sitze |
Gesellschaftliche Aktivitäten
Nörtershausen war bisher zweimal Ausrichter des von der Rhein-Zeitung und der Königsbacher Brauerei initiierten Zischke-Festes im Oktober 2004 und Oktober 2005.
Sehenswürdigkeiten
- Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkrieges an der Hunsrückhöhenstraße (B 327) bei Pfaffenheck.
Auch "Ehrenfriedhof" genannte Grabstätte von fast 150, bei den Kämpfen um Pfaffenheck im März 1945 umgekommener Zivilisten und Soldaten. Bis 1956/57 ein Massengrab, geschmückt mit großem Birkenkreuz und Stahlhelm unmittelbar neben der Hunsrückhöhenstraße. Seit 20. November 1957 ein Reihenfriedhof mit Steinkreuzen und eisernen Namens- bzw. Identifikationsplatten. Zwischen 1958 und 1965 erfolgten weitere Zubettungen von benachbarten Friedhöfen und Feldgräbern. Ein Großteil der Bestatteten waren Angehörige der 6. SS-Gebirgs-Division „Nord“. In den 1980er und 1990er Jahren kam es daher oft zu Debatten und von Polizeieinsätzen begleiteten Protesten gegen die Anwesenheit von SS-Traditionsverbänden an Totengedenktagen. Auf einer Steinmauer im Eingangsbereich liest man die Namen der Bestatteten (soweit erkennungstechnisch möglich gewesen) und die Namen der zwischen 1939 und 1945 Gefallenen und Vermissten aus Pfaffenheck. An zentraler, beherrschender Stelle steht ein hohes Steinkreuzdenkmal.
- Pfaffenheck-1957.jpg
Einweihungsfeier des "Ehrenfriedhof Pfaffenheck" am 20. November 1957.
- Kriegsräberstätte Pfaffenheck März 2010.JPG
Teilansicht im März 2010. Im Hintergrund Richtung Westen die Moselberge bei Alken.
- Eiserne Kreuze Pfaffenheck März 2010.JPG
Eiserne Gedenkplatten markieren eine Grabstätte.
Jährliche Aktivitäten
- Antoniuskirmes in Nörtershausen am Wochenende um den Namenstag des Hl. Antonius (17. Januar).
- Möhnenumzug und Sitzung am Schwerdonnerstag.
- Floriansfest der Freiwilligen Feuerwehr Nörtershausen am Muttertagswochenende.
- Martinsumzüge: Freitags in Pfaffenheck mit anschließendem „Debbekoche-Essen“ im Dorfgemeinschaftshaus, samstags in Nörtershausen mit anschließendem Martinsabend im Gemeindesaal.
- Kirmes in Pfaffenheck am ersten Wochenende im Mai.
- Spielfest des SSV 81 in Pfaffenheck an und im Dorfgemeinschaftshaus am letzten Wochenende in den Sommerferien.
Literatur
- Robert Schmitt, Udenhausen, Nörtershausen und Pfaffenheck, Bopparder Beiträge zur Heimatkunde Band 5, Boppard 1966
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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